Fussball

Bayern-Coach reagiert auf Ibiza-Trip seiner Stars

Die Bayern haben die zehnte Meisterschaft in Serie gewonnen. Trotzdem brodelt es. Nach der peinlichen 1:3-Pleite in Mainz jetteten Spieler nach Ibiza. 
Heute Redaktion
06.05.2022, 14:20

Eigentlich könnte die Münchner Welt in Ordnung sein. Zwar setzte es im Champions-League-Viertelfinale das vorzeitige Aus gegen Villarreal, mit dem Meistertitel hat die Elf von Julian Nagelsmann allerdings das Minimalziel erreicht.

"Nicht für andere verantwortlich"

Die 1:3-Niederlage in Mainz dämpfte die Stimmung aber schnell wieder. Auch, weil die Bayern nach der Titel-Party eine desaströse Leistung ablieferten, bei drei Aluminium-Treffer der Mainzer deutlich höher verlieren hätten können. Deshalb schäumte auch Hertha-Coach Felix Magath, warf den Münchner Wettbewerbsverzerrung vor. Schließlich empfangen die Bayern am Sonntag den Hertha-Abstiegskonkurrenten VfB Stuttgart. Mit einer ähnlich mäßigen Leistung könnte der deutsche Rekordmeister in den Abstiegskampf eingreifen, so der Vorwurf des 68-Jährigen.

Bayern-Coach Nagelsmann wollte dies so nicht stehen lassen. "Die Verantwortung ist einzig und allein bei uns selbst. Wir sind nicht dafür verantwortlich, dass ein anderer Klub im Abstiegskampf ist", wischte der 34-Jährige die Kritik beiseite Der Trainer-Shootingstar rechnet ohnehin mit einem völlig anderen Auftreten seiner Elf, schließlich erhalten die Bayern die Meisterschale. "Ich freue mich wenn wir sie bekommen, ich denke, dass Manuel Neuer mir die irgendwann auch gibt und nicht damit wegläuft." 

"Nicht der Papa"

Zuletzt standen einige Bayern-Stars nach einem Ibiza-Kurztrip in der Kritik. Die Reise auf die Partyinsel erfolgte unmittelbar nach der Mainz-Pleite. Dies wirbelte in Deutschland viel Staub auf. Experten meinten, Nagelsmann hätte diesen Urlaub streichen sollen. 

"Ich habe Verantwortung für alles Sportliche. Der Verantwortung wurde ich gerecht, indem ich zwei freie Tage eingeplant habe. Unsere Spieler sind mündig, dürfen entscheiden, was sie an ihren freien Tagen machen. Ich bin nicht ihr Papa oder ihr Erzieher", schloss der Bayern-Coach.

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