Wien
"Asche auf mein Haupt" – AMS-Chef Kopf gesteht Fehler
Irren ist menschlich: AMS-Chef Johannes Kopf hatte eine Einladungs-SMS seiner Organisation als Phishing-Versuch verunglimpft – nun rudert er zurück.
Eine SMS vom AMS mit einem verdächtigen Link sorgte zuletzt für Verwunderung – wir berichteten. Darauf angesprochen warnte auch AMS-Chef Johannes Kopf höchstpersönlich sofort vor der Nachricht und hatte eine neue Betrugsmasche oder illegale Werbung in Verdacht. "Achtung. SPAM oder phishing", schrieb AMS-Chef Johannes Kopf auf X (Vormals Twitter).
Domain auf Rechenzentrum registriert
Damit lag er falsch, wie "Heute" bereits am Montag vermutete. Denn es lagen keine Anzeichen, dass es sich bei der SMS um einen Phishing-Versuch handelt, vor. Wie Recherchen ergaben, landet man bei dem Link auf einem offiziellen Fragebogen vom AMS zur "Bewertung von Sozialökonomischen Betrieben und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten". Die Domain ist außerdem auf das Bundesrechenzentrum registriert.
Daher gab es am Dienstag eine brisante Wende in der Sache: "Asche auf mein Haupt. Da hab ich die falschen bei uns gefragt und mich blamiert. Bitte um Entschuldigung. Das ist tatsächlich unsere eigene Teilnehmer_innen- Befragung", stellte Johannes Kopf klar, nachdem ihn Mitarbeiter auf seinen Fehler aufmerksam gemacht hatten.
"Müssen wir besser machen"
"Müssen wir wohl künftig besser machen, schaut ja wie Scam aus", fügte er hinzu. Tatsächlich scheint er damit nun vollkommen richtig zu liegen. Sein Fehler tue ihm leid – Kommentare im Netz honorieren das und loben den AMS-Chef für seine Richtigstellung und Kommunikation zur Causa.