"Wir sind alle stolz und heiß aufs Finale", strahlt Michael Szabo im "Heute"-Talk vor dem Showdown am Samstag in der NV Arena in St. Pölten gegen die Danube Dragons.
Der Schüler der Vienna Vikings Akademy ist vom Backup zum Hoffnungsträger der AFC Vienna Vikings aufgestiegen. Vor dem Halbfinale gegen Prag verletzte sich Stamm-Quarterback Nico Hrouda. Der 18-Jährige blieb cool, führte die Wiener ins Endspiel: "Der Druck war hoch. Wir hatten viele verletzte Stammspieler. Das ist etwas ganz Großes", blickt der junge Spielmacher auf das Highlight in der tschechischen Hauptstadt zurück.
Am Samstag wird der jüngste "Wikinger" wieder zugleich zum Wichtigsten. Nervosität? "Ich versuche es wie jedes andere Spiel anzugehen. Ich erwarte mir ein Match auf Augenhöhe. Ich darf nicht versuchen, etwas Besonderes zu machen, nur weil es ein Finale ist."
Die Vorarbeit für die Austrian Bowl leistet der Quarterback ohnehin seit Monaten: "Spielzüge lernen ist wie in der Schule. Du sitzt daheim, lernst das auswendig. In der Saison geht dir das dann ins Blut über."
Läuft alles nach Plan, stemmt der Teenager am Samstag mit seinen Wikings die Trophäe, hat dann noch zwei Schuljahre bis zur Matura vor sich. "Dann ist der große Traum, es an ein US-College und in die NFL zu schaffen", plant Szabo seine Football-Karriere in Übersee. Sein spielerisches Idol ist NFL-Superstar Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs. Seine Spiele analysiert der Wiener bis ins kleinste Detail.
Ein weiteres Vorbild: Österreichs NFL-Export Bernhard Seikovits. Vor seinem Wechsel nach Nordamerika trainierte der Tight End mit dem Spitznamen "Psycho" den jungen Quarterback im Vikings-Nachwuchs. Szabo: "Von ihm habe ich gelernt, in allen Situationen ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn man einen Fehler macht."