Rapid hoffte auf den zweiten Sieg in der Europa League hoffen, doch das 1:3 gegen die Rangers beim Debüt von Coach Didi Kühbauer stimmt nachdenklich.
Harter Kampf, aber am Ende steht Rapid mit leeren Händen da. Im zweiten Europa-League-Gruppenspiel verlor Rapid auswärts bei den Glasgow Rangers nach einer 1:0-Führung mit 1:2. Berisha (42.) ließ die Hütteldorfer beim Debüt von Coach Didi Kühbauer jubeln, doch Morelos (44.) und Tavernier (84., Elfmeter) drehten die Partie für die Schotten. Somit liegt Rapid in der Tabelle mit drei Punkten auf dem Konto auf Platz zwei. Die Rangers sind Erster, Spartak Moskau (3:3 gegen Villarreal) ist einen Punkt hinter den Grün-Weißen Dritter.
Kühbauer-Analyse
Immerhin, Rangers-Starcoach Steven Gerrard gratulierte Rapid nach dem Spiel: "Das ist die beste Mannschaft, gegen die wir international in dieser Saison gespielt haben." Trainer Kühbauer ließ das nach seinem ersten Spiel auf der Rapid-Bank kalt: "Wenn man gewonnen hat, sagt man sowas gerne." Der 47-Jährige stellt klar: "Auf eine Niederlage kann man nicht stolz sein." Trotzdem sah er auch positive Aspekte: "Es war ein gutes, intensives Spiel. Das 1:0 war zu einem guten Zeitpunkt, das 1:1 dafür zu einem sehr schlechten. Das war ein Game-Changer." Seine Spieler müssen in den kommenden Tagen viel lernen: "Der Elfmeter darf nicht passieren. Und wir hatten am Ende keine Ballkontakte mehr. Da müssen die Burschen noch lernen."
Barac fraglich
Bis zum Liga-Duell mit Mattersburg am Sonntag will Kühbauer die Zeit nützen: "Mattersburg ist ganz wichtig, das tägliche Essen ist die Bundesliga." Ob Mateo Barac nach seinem "Blut-Aus" dabei ist, scheint momentan eher fraglich: "Er wurde mit acht Stichen genäht. Das kann passieren, wenn man auf der Insel spielt", meint Kühbauer.
Schwab kritisch
Auch Stefan Schwab war nach der Niederlage selbstkritisch: "Wir haben nach der Pause einfach aufgehört, Fußball zu spielen", analysierte der Kapitän. Er glaubt trotzdem, dass es mit Kühbauer jetzt bergauf geht: "Wir hatten erst zwei Trainingseinheiten. Jetzt gilt es, alles aufzusaugen, was der Trainer vorgibt." Für das Spiel gegen Mattersburg hofft er auf einen vollen Erfolg: "Es ist jetzt wichtig, mit einem guten Ergebnis in die Länderspielpause zu gehen."
(heute.at)