Die Verhandlung soll am 12. September am Landesgericht für Strafsachen in Wien stattfinden. Der Tunesier (26) muss sich wegen der Vergewaltigung dann vor einem Schöffensenat verantworten.
Am 18. März war das Opfer zuerst in der Disco U4 in Wien-Meidling feiern, fuhr danach mit der U-Bahn nach Hause. Der Angeklagte verfolgte sie bereits in der Disco, setzte sich dann mit ihr gemeinsam in die U4 und stieg auch mit in die U6 um, wie Überwachungskamera-Bilder belegen.
Der 24-Jährige hatte die Frau schon zuvor in der Disco belästigt, kam auch in der U6 wieder auf sie zu und suchte ihre Nähe, berichtet die "Krone". Die Frau wehrte die Versuche ab, versuchte, mit einem Pärchen in der U-Bahn ins Gespräch zu kommen, wechselte schlussendlich sogar den Waggon.
Allerdings konnte sie den Mann nicht abschütteln. In der U6-Station Jägerstraße (Wien-Brigittenau) stieg er mit ihr aus, riss sie bei der Station zu Boden und fing an sie zu vergewaltigen. Das Opfer wurde dabei verletzt. Passanten wurden schließlich auf die Situation aufmerksam, halfen der Frau. Der Verdächtige flüchtete. Dabei wurde er aber von einem Zeugen verfolgt. Dieser konnte ihn einholen, die Polizei nahm den Verdächtigen schließlich fest.
Der Tatverdächtige war zuvor wegen einer fehlenden Aufenthaltsberechtigung schon ein Mal aus Österreich abgeschoben worden. Erst im Vorjahr reiste er wieder illegal und ohne Papiere ein. Der 24-Jährige hatte keine geregelte Beschäftigung oder Meldeadresse. Bisher bestritt er den Vorwurf der Vergewaltigung. Der Mann behauptet, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.