Die Polizei in München hat eine Tagesmutter im Stadtteil Oberföhring festgenommen. Sie soll das ihr anvertraute Kind so misshandelt haben, dass es seit Monaten im Spital liegt. Die 53-Jährige hat bis vor wenigen Tagen noch Kinder betreut.
Die Polizei in München hat eine Tagesmutter im Stadtteil Oberföhring festgenommen. Sie soll das ihr anvertraute Kind so misshandelt haben, dass es seit Monaten im Spital liegt. Die 53-Jährige hat bis vor wenigen Tagen zudem noch Kinder betreut.
Jetzt wurde sie wegen dringenden Verdachts des versuchten Totschlags verhaftet. Der Fall reicht in den vergangenen September zurück. Damals wurde ein knapp zehn Monate alter Säugling in ein Krankenhaus eingeliefert und stationär aufgenommen. Der kleine Bub war bewusstlos. Eine schwere Hirnblutung wurde diagnostiziert.
Ärzte konnten ein "Schütteltrauma" als Ursache für die Verletzungen des Säuglings nicht ausschließen. Die Klinik verständigte wegen des Verdachts einer Kindswohlgefährdung eine Woche später das zuständige Sozialbürgerhaus der Stadt.
Das Stadtjugendamt erstatte aufgrund der Verdachtsmoment Anzeige gegen die Frau, in deren Obhut sich der Säugling befand, bevor er ins Spital kam. Laut einem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin ist tatsächlich von einem Schütteltraum auszugehen.
Am Mittwoch wurde die 53-jährige Münchnerinin ihrer Wohnung festgenommen. Zu den Vorwürfen schweigt sie beharrlich. Der inzwischen 13 Monate alte Säugling befindet sich weiter auf der Intensivstation. Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass schwere irreparabl Gesundheitsschäden zurückbleiben werden.
Trotz der mutmaßlichen Misshandlung hatte die 53 Jahre alte Frau bis vor wenigen Tagen unter Aufsicht einer zweiten Tagesmutter noch Kinder betreut. Bereits 2006 wurde sie angezeigt - nach einer Geldbuße wurden die Ermittlungen eingestellt. Die Frau ist seit 1994 als Tagesmutter tätig und hatte sogar ein Bundeszertifikat für die Tagespflege erhalten.
Die Polizei-Pressekonferenz zur Verhaftung der Tagesmutter: