Alter Tarif lief weiter

"Schreiduell mit A1" – Kunde zahlt doppelt für Internet

Ein A1-Kunde, der im Dezember einen neuen Internet-Vertrag abschloss, erhält nun Vorschreibungen für beide Verträge – den alten und den neuen.
Aram Ghadimi
12.02.2025, 05:30

"Wie mit A1-Kunden umgegangen wird, ist unglaublich", sagt Peter W. (57) aus Möllersdorf im Bezirk Baden. Am 9.12.2024 war er im A1-Shop in Baden, wo W. seinen alten Internet-Tarif kündigen wollte und einen neuen Vertrag abschloss.

Statt sich über das neue schnelle Internet zu freuen, ist W. aber wütend. An Stelle der günstigeren Konditionen bekommt er nun eine doppelte Internet-Rechnung in sein Reihenhaus geschickt, sagt er zu "Heute". Da sei die Vorschreibung des neuen Tarifs und dann aber noch sein alter Tarif, der jetzt einfach weiter laufe.

Seit Dezember 210 Euro Schaden

"Im Dezember und auch im Jänner habe ich zwei Rechnungen bekommen. Rund 60 Euro kostet mich der alte Vertrag. Dazu kommt eine pauschale Servicegebühr von 90 Euro", rechnet W. vor und kommt, so sagt er, auf einen Schaden von 210 Euro.

"Das wollte ich nicht einsehen", sagt W., der auch in seiner Arbeit mit Finanzen zu tun hat. Er fuhr also wieder nach Baden und konfrontierte A1-Mitarbeiter mit dem Problem: "Im Kundencenter erzählten sie, dass meine Kündigung im System nicht durchgegangen ist und sie deshalb nichts machen können." Zweimal probierte W. es im Shop in Baden. Zweimal fuhr er unerledigter Dinge wieder heim.

Kommunikation lief im Kreis

Von zu Hause habe W. dann versucht, jemanden in der Zentrale von A1 anzuschreiben. Ob es echte Mitarbeiter waren, mit denen er schrieb, weiß er nicht. Es sei gut möglich, dass er mit automatisierten Chat-Assistenten korrespondiert habe, KI-Bots, mit denen sich die Kommunikation im Kreis gedreht habe, bis W. frustriert aufgab.

Schließlich wandte sich Peter W. verzweifelt an "Heute". In seinem E-Mail schrieb er: "Seit Jahren bin ich Kunde bei A1, doch so etwas habe ich noch nicht erlebt." Und: "Ich möchte Sie höflich fragen, ob diese Story für sie interessant ist, da es womöglich noch weitere Geschädigte gibt."

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Bei A1 nachgefragt

"Heute" stellte eine Anfrage an A1. Zwei Tage später kam die Antwort eines A1-Pressesprechers: "Wir konnten das Problem nun reproduzieren und haben mit dem Kunden bereits eine Lösung gefunden, die in seinem Sinne ist."

Aufatmen bei Peter W., der noch einmal mit "Heute" sprach: "Gestern um 14 Uhr läutete mein Telefon. Eine aufgebrachte Mitarbeiterin von A1 erklärte mir, sie könne nichts für mich tun. Wir diskutierten. Am Ende schrie sie mich an."

Warten auf eine Gutschrift

Dann um 17 Uhr die Überraschung: "Wieder läutet mein Telefon. Ich sehe eine A1-Nummer und hebe ab." W. erfährt, dass sein alter Vertrag natürlich sofort gekündigt werde. Innerhalb kurzer Zeit langt tatsächlich die Kündigung bei ihm ein. Außerdem erfährt er, dass ihm sein Geld mit der nächsten Rechnung gutgeschrieben werden soll. Eine schriftliche Bestätigung dazu habe er aber noch nicht bekommen.

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