Mehr als 10.000 Euro zahlte Sabine K. (40) aus dem Großraum Wien für einen strafferen Busen. Doch seit ihrer OP leidet sie unter höllischen Schmerzen und schämt sich für das Ergebnis. Dabei wollte die 40-Jährige eigentlich nur eines: sich endlich wieder als Frau wohlfühlen.
"Ich hatte mit meiner hängenden Brust wirklich sehr, sehr viele Probleme im Alltag", erzählt die Angestellte im Gespräch mit "Heute". Durch eiserne Disziplin hatte sie in der Vergangenheit viel Gewicht verloren, was schlaffe Haut zufolge hatte. Im Jänner 2024 entschied sie sich für eine OP bei einem Spezialisten in OÖ, dessen Internetauftritt ihr gefiel.
Doch das Beratungsgespräch sei "nach gerade einmal fünf bis acht Minuten vorbei", behauptete die Betroffene. Und sie sei weder nach der gewünschten Form noch nach der Größe gefragt worden. "Ich hatte ja überhaupt keine Erfahrung mit Schönheitsoperationen", ärgert sich die Niederösterreicherin.
Auch der OP-Tag verlief laut der Patientin alles andere als glatt. Erst nach stundenlangem Warten im OP-Kittel sei der Eingriff erfolgt, nach dem Aufwachen habe sie "wirklich fürchterliche Schmerzen" gehabt. Statt Schmerzmitteln gab man ihr "nur ein Glas Wasser und einen Keks"– der Arzt widerspricht diesen Schilderungen vehement. Er betonte gegenüber "Heute" die "komplizierte" Operation der Frau sei "gut" und "fachgerecht" verlaufen.
Dennoch war Sabine nach dem Entfernen der Verbände beim Blick in den Badezimmerspiegel geschockt. "Die Brustwarzen und die Höfe sahen fürchterlich aus", schildert sie. "Wie, wenn einer mit einem Messer hineingeschnitten hätte." Hinzu kämen die Narben und Implantate, die laut später eingeholten ärztlichen Befunden Wellen schlagen.
"Ich habe auch nach der OP eine Brust, für die ich mich geniere, die ich eigentlich ungern herzeige", sagt die Betroffene bitter. Eine Korrektur würde sie weitere 8.000 Euro kosten. Das von ihr eingeleitete Verfahren bei der Schiedsstelle der Ärztekammer Oberösterreich verlief ergebnislos, dennoch will die 40-Jährige nicht aufgeben und prüft rechtliche Schritte gegen den Chirurgen.
Mit ihrer Geschichte will sie nun andere vor folgenschweren Fehlern warnen. "Niemand soll sich von einer schönen Klinik und vom netten Lächeln der Klinik-Mitarbeiter blenden lassen", meint sie.