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Mann (28) an Krebs erkrankt – Streit mit Fitness-Studio

Ein erkrankter Influencer konnte seine Mitgliedschaft nicht so früh kündigen, wie er es gebraucht hätte. Jetzt gibt es Neuigkeiten vom Fitness-Studio.
14.10.2026, 05:15
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Für Philipp Hansel (28) aus dem Bezirk Mödling hat sich das Leben im September schlagartig verändert. Der Influencer – auch bekannt als Heldenkomplex – erhielt die Diagnose Hodenkrebs, musste operiert werden und darf seither keinen Sport mehr machen.

Doch ausgerechnet die europaweit beliebte Kette seines Fitness-Studios sorgte für zusätzlichen Ärger: Obwohl Hansel aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig kündigen wollte, sollte er für Oktober noch knapp 40 Euro Mitgliedsbeitrag zahlen – "Heute" berichtete. Jetzt gibt es eine überraschende Wende.

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Fitness-Studio zieht Forderung zurück

Die Fitness-Studio-Kette hat den Fall nochmals geprüft. Das Ergebnis: Hansel muss den Oktober-Beitrag doch nicht mehr bezahlen. Auch die angefallenen Bankspesen will das Unternehmen "aus Kulanz" übernehmen. Aus Angst vor einer Abbuchung hat der Influencer gerade noch rechtzeitig sein gesamtes Konto leer geräumt. Als die Oktober-Einziehung nicht klappte, verrechnete seine Bank ihm den Betrag.

"Die offene Forderung zum Mitgliedsbeitrag für Oktober wurde mittlerweile ebenso zurückgezogen wie auch in Kulanz die Bankspesen", erklärt das Studio gegenüber "Heute". Mehr noch: Der Vertrag wurde rückwirkend mit 30. September beendet. Ursprünglich hätte Hansel aufgrund seiner vereinbarten Mindestlaufzeit sogar noch bis März 2027 zahlen müssen.

Darum gab es Streit um die Kündigung

Der 28-Jährige hatte am 16. September von seiner Krebserkrankung erfahren. Nur zwei Tage später wurde er operiert. Weil ihm die Ärzte danach Sport verboten hatten, wollte er seinen Fitness-Vertrag sofort beenden.

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Zunächst schickte er dem Fitness-Studio eine Krankmeldung. Diese reichte dem Unternehmen allerdings nicht aus. Denn: Laut Studio war daraus lediglich ersichtlich, dass Hansel wegen einer Krankheit arbeitsunfähig war. Ob er deshalb auch dauerhaft nicht mehr trainieren könne, sei nicht erkennbar gewesen.

Ärger um Arzt-Attest

Für eine vorzeitige Kündigung aus gesundheitlichen Gründen sei grundsätzlich ein ärztlicher Nachweis erforderlich. Das Unternehmen betont allerdings, dass dafür auch bereits vorhandene Befunde ausreichen würden. Sensible medizinische Informationen könnten dabei geschwärzt werden. "Ein teils zensierter OP-Bericht hätte uns gepasst." Ein bestimmtes kostenpflichtiges Attest sei nicht vorgeschrieben, betont das Fitness-Studio.

Am 30. September habe das Studio schließlich ein ärztliches Schreiben erhalten, das bestätigte, dass Hansel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr trainieren könne.

Abbuchung für Oktober war schon vorbereitet

Trotz dieses Nachweises wurde seine Mitgliedschaft zunächst erst mit 31. Oktober beendet. Das Fitness-Studio erklärt das mit technischen Abläufen: Als das ärztliche Schreiben eintraf, sei die Abbuchung des nächsten Monats bereits vorbereitet gewesen.

Mittlerweile wurde das Vertragsende laut Unternehmen rückwirkend auf den 30. September korrigiert. Hansel sei über die Änderungen informiert worden, schreibt das Studio "Heute".

"Ich hätte mir mehr Kulanz gewünscht"

Für den 28-Jährigen ist der Streit damit zwar weitgehend geklärt, ganz zufrieden ist er aber nicht. "Ich hätte mir mehr Kulanz gewünscht", sagt Hansel gegenüber "Heute". Er bestätigt, dass das Studio den Oktober-Mitgliedsbeitrag letztlich nicht eingezogen hat.

Das Fitness-Studio betont unterdessen, großes Verständnis für schwierige persönliche Situationen zu haben. Man lege Wert auf eine offene und lösungsorientierte Kommunikation.

VF, 14.10.2026, 05:15
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