"Unverhältnismäßig"

Pensionierter Schiri will 830.000 Euro Schadensersatz

Manuel Gräfe wurde 2021 vom DFB pensioniert. Das könnte nun ein teures Nachspiel haben. Der Schiedsrichter fordert 830.000 Euro Schadenersatz.
Sport Heute
24.03.2025, 18:19

Hammer-Forderung von Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe! Der Deutsche klagt den Deutschen Fußballverband DFB und fordert einen Schadenersatz in Höhe von 830.000 Euro. 2023 wurden ihm bereits 48.500 Euro wegen "Altersdiskriminierung" zugesprochen.

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Gräfe wurde vom DFB zwangspensioniert

Gräfe musste trotz einer Protestwelle am Ende der Saison 2021/22 seine Karriere als Schiedsrichter nach 289 Einsätzen im Oberhaus beenden. Grund ist eine Altersbeschränkung des DFB, die besagt, dass Schiedsrichter mit 47 Jahren ihre aktive Karriere beenden müssen.

Der Streitwert von 830.000 Euro beruht auf der Annahme, dass Gräfe noch drei weitere Jahre in der Bundesliga als Schiedsrichter hätte tätig sein können und ihm pro Saison Einnahmen in Höhe von 260.000 entgangen sind. Am Donnerstag startet die Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Ob das Gericht die Ansicht des Ex-Schiedsrichters teilt, ist noch offen.

Gericht bewertete Regel als "nicht zulässig"

Bereits im Januar 2023 hatte Gräfe vom Landgericht eine Entschädigung von 48.500 Euro wegen Altersdiskriminierung zugesprochen bekommen. Das Gericht bewertete das Vorgehen des Deutschen Fußballverbandes als "nicht zulässig" und "unverhältnismäßig", da anstatt der festgelegten Altersgrenze auch "Leistungstests" herangezogen werden könnten.

Der von ihm geforderte Schadenersatz für die Saison 2021/22 in Höhe von 190.000 Euro wurde Gräfe allerdings verweigert. Deshalb ging der 51-Jährige in Berufung - wie auch der DFB. Wegen der enormen Klage-Erweiterung musste die Verhandlung schon mehrmals vertagt werden, zuletzt im Dezember.

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