In Dortmund läuft es diese Saison wahrlich nicht rund. Nach der letztjährigen Finalteilnahme in der Königsklasse und namhaften Verstärkungen in der Sommerpause wollte der BVB mit ÖFB-Star Marcel Sabitzer diese Saison zum Angriff blasen. Stand November wurde daraus allerdings nichts.
Vor der Champions-League-Partie gegen Sturm Graz offenbarte Dortmund-Trainer Nuri Sahin sogar erschreckende Einblicke: "Elf oder zwölf gesunde Profis habe ich noch." So muss der 36-jährige Trainer gegen Sturm sein allerletztes Aufgebot auf den Platz schicken.
Bei der Begegnung am Dienstagabend könnten sogar "auf der Bank einige Plätze frei bleiben", gestand Sahin. Denn viele der Jungprofis wurden gar nicht für den Spielbetrieb in der Königsklasse registriert.
Großes Problem der Dortmund-Verantwortlichen: Der Kader wurde schlicht und einfach zu dünn geplant und das äußerte sich auch zuletzt in den Ergebnissen. Aus den letzten sechs Pflichtspielen konnten lediglich zwei gewonnen werden.
"Wir haben aber auch noch gar nicht trainiert", erklärte der 36-Jährige zwei Tage nach dem Befreiungsschlag in der Bundesliga gegen RB Leipzig (2:1). "Ich würde gerne rotieren – ohne Qualitätsverlust. Stattdessen werden wir regenerieren und hoffentlich mit der nötigen Frische ins Spiel gehen."
Auch Marcel Sabitzer weiß, worauf es im Moment ankommt: "Wir versuchen, alles zu geben und fit zu bleiben. Das ist das Einzige, was zählt." Sieben Dortmund-Profis fehlen definitiv verletzungsbedingt für das Duell in der Königsklasse gegen Sturm, vier weitere gelten als Wackelkandidaten. Für Sahin ist es ein "Wettlauf gegen die Zeit".
Zu den verletzten Stammkräften zählen: Gregor Kobel, Niklas Süle, Yan Couto, Julian Ryerson, Giovanni Reyna, Karim Adeyemi und Julien Duranville. Fraglich sind Felix Nmecha, Ramy Bensebaini und Jamie Gittens und Waldemar Anton.