Vater und Sohn fanden "Leiche"

Mordalarm! Stundenlanger Großeinsatz wegen Sexpuppe

Eine vermeintliche Leiche in Rostock stellte sich erst nach stundenlanger Spurensicherung als Sexpuppe heraus. Die Polizei reagierte sofort.
Newsdesk Heute
01.04.2025, 19:15

Samstag, 19 Uhr, ging der Notruf ein: Ein Mann hatte bei einem Spaziergang mit seinem Sohn auf einer Brachfläche in Rostock einen verdächtigen, prall gefüllten Plastiksack in einer Brombeerhecke entdeckt.

Neugierig hatte er mit einem meterlangen Stecken nach der Öffnung gestochert – plötzlich kam eine augenscheinlich halb verweste menschliche Hand zum Vorschein. Erschrocken über den Fund rief der Mann die Polizei: Mord-Alarm!

Der Fundort liegt im Bereich der Hundsburgallee in Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
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Leiche war keine

In der Annahme eines Gewaltdelikts lösten die Kräfte des Polizeireviers Lichtenhagen einen Großeinsatz aus, auch die Feuerwehr unterstützte die ebenso hinzugezogenen Kriminalisten am Einsatzort mit einer Flutlichtanlage. Auch eine Drohne wurde in die Luft geschickt, der Fundort großräumig abgesperrt.

Stundenlang waren die Ermittler im Einsatz. Erst nach Mitternacht näherte sich ein Rechtsmediziner der vermeintlichen Leiche für die Untersuchung und musste feststellen: Es war eine Sexpuppe! Laut "Bild" handelte es sich um eine lebensecht aussehende "Real Doll".

Die Puppe war an einigen Körperstellen angezündet und entsprechend verkohlt (siehe Video oben). Aus der Entfernung und bei der herrschenden Dunkelheit dürfte das den Anschein von teilweiser Verwesung gemacht haben.

Ermittlung "von außen nach innen"

Die Erleichterung der Ermittler war groß: "Alle polizeilichen Maßnahmen wurden daraufhin sofort beendet. Der bereits angeforderte Bestatter konnte erfreulicherweise abbestellt werden", hält das Polizeipräsidium Rostock in seinem Bericht fest. Darin erklären die Ermittler auch, weshalb man erst nach stundenlangem Intensiv-Einsatz die Sexpuppe als solche auch identifiziert hatte.

Da man von einem möglichen Tötungsdelikt habe ausgehen müssen, wurde zunächst im Umfeld mit der kriminaltechnischen Arbeit begonnen. "Wir tun natürlich alles, damit keine Spuren vernichtet werden", so die Exekutive. Eine Annäherung an die vermeintliche Leiche sei, wie üblich bei diesen Delikten, erst nach Abschluss der Spurensicherung erfolgt.

Die Polizei bat die Bürger aus gegebenem Anlass, ihren Müll ordnungsgemäß an den dafür vorgesehenen Orten wegzuschmeißen! Die illegal abgelagerte Sexpuppe wird nun durch die Behörden fachgerecht entsorgt, weitere Ermittlungen sind nicht vorgesehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.04.2025, 19:15
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