George Russell crashte zuletzt im zweiten Freien Training von Mexiko schwer, flog schon eine Woche davor im Qualifying von Austin ab. Zuvor war Top-Talent Andrea Kimi Antonelli, der 2025 Stammfahrer bei Mercedes wird, in Monza heftig gecrasht, hatte für einen Totalschaden am Russell-Auto gesorgt. Und bei seinem Freitags-Einsatz im Mexiko-Training als Ersatz für Lewis Hamilton beim Überfahren einer auf die Strecke gefallenen Leitschiene den Unterboden beschädigt.
Unfälle, die Mercedes in Bedrängnis bringen, wie Teamchef Toto Wolff verriet. "Grundsätzlich ist es mir lieber, die Fahrer greifen an, und wir lernen etwas darüber, was das Auto leisten kann. Aber die Unfälle bringen uns in eine knifflige Lage", musste der Österreicher zugeben.
Heftige Crashs in der Formel 1 können einen Schaden im hohen sechsstelligen Bereich, bis hin zu einem niedrigen Millionen-Euro-Betrag verursachen. Geld, das vor dem Hintergrund der Kosten-Obergrenze in der Motorsport-"Königsklasse" dann an anderer Stelle fehlt. "Wir mussten in Mexiko ein neues Chassis verwenden. Es zwingt uns dazu, die weitere Entwicklung zu überdenken. Wir werden für Brasilien zwei neue Unterböden haben. Und das war es dann, mehr wird nicht kommen", meinte Wolff vor dem Start ins Rennwochenende von Sao Paulo.
Mercedes muss also – mit Blick auf die Kosten-Deckelung – die Entwicklung von neuen Teilen für den W15 einstellen. "Wenn du so eingeschränkt bist, dann musst du kreativ werden. Die Unfälle haben eine direkte Auswirkung darauf, was wir noch ans Auto bringen können. Und die Antwort ist: Über die erwähnten Böden hinaus nichts", stellte der "Silberpfeil"-Teamchef klar.