4.000 Menschen werden in Wien von den Pflegerinnen und Pflegern der Volkshilfe betreut. In Zeiten der Pandemie eine Herausforderung. "Viele sind nicht geimpft, wir waren im Lockdown am Limit", erzählt Pflegerin Musa Qendresa (35) vom Volkshilfe-Team am Wiener Praterstern. Jede Pflegerin betreut zwölf Personen, auch am Abend. Einmal im Monat an sieben Tagen pro Woche ohne freien Tag. "Im Lockdown sind unsere Klientinnen und Klienten verloren und sehr einsam. Wir sind die einzigen, die sie haben", erzählt die Leiterin des Pflege-Teams. "Oft fühlen wir uns wie Töchter von ihnen."
Als kleinen Dank für die große Leistung des Teams gab es nun vor der Wiener Votivkirche einen Gratis-Christbaum von Altbürgermeister und Volkshilfe-Wien-Präsident Michael Häupl – stellvertretend für alle Pflegekräfte in Wien. "Die Pandemie hat große gesellschaftliche Auswirkungen. Für das Pflegepersonal ist es eine enorm anstrengende Zeit. Es gebührt jede Unterstützung und jeder Dank", so Häupl. "Klatschen und sich bedanken ist zwar wichtig, doch noch wichtiger wäre, dass endlich die Pflegereform kommt." Hier sei die Politik besonders gefordert.
Pflege-Leiterin Musa Qendresa nahm den Baum in Empfang, freute sich über die grüne Überraschung vom Waldviertler-Tannen-Händler vor der Wiener Votivkirche. "Der Baum wird bei uns am Praterstern aufgestellt!"