Der Fall sorgte im Spätherbst 2024 für Aufsehen: Ein 45-Jähriger aus dem Bezirk Zwettl soll mit einem inkriminierenden Video erpresst worden sein, das Oralsex-Szenen zwischen ihm und einem 14-Jährigen zeigen soll.
In der Wohnung des Niederösterreichs sollen am 21. November zwei Männer (19 und 29) sowie der 14-Jährige 2.500 € vom Mann gefordert haben.
Das Opfer rückte 60 € heraus, damit gaben sich die Beschuldigten aber nicht zufrieden. Es folgte eine Tortur: Das Trio zerrte den 45-Jährigen in dessen Auto. Bei der planlosen Fahrt durchs Waldviertel setzte es immer wieder Faustschläge, einer der Täter soll eine Zigarette am Kopf des Opfers ausgedrückt haben. Zuvor hatte man bei einem Zigarettenautomaten in Allentsteig angehalten. Makaber: Zwischendurch hielt man bei einem McDonald's-Restaurant, bestellte Essen um rund 30 €.
Durch Prügel mit einem fünf Zentimeter dicken Holzstock erlitt das Opfer u.a. eine Schädelprellung, eine Rissquetschwunde über dem Auge, eine Unterarmprellung, Blutergüsse am Rücken und Abschürfungen im Gesicht und am Körper.
Das Trio drohte laut Anklage mehrmals, "das Opfer zu töten", es sei seine "letzte Fahrt" und solle sich schon einmal ausziehen. Bei einem Halt in einem Waldstück gelang dem Opfer in einem unbeobachteten Moment die Flucht, er konnte die Polizei rufen, die die Verdächtigen festnehmen konnte. Bis 27. Dezember musste der 45-Jährige stationär im Spital behandelt werden.
Anfang März steht nun das Trio in Krems wegen Mordversuchs, schwerer Körperverletzung, Raub, Nötigung, Freiheitsentziehung und Erpressung vor Gericht. Es gilt die Unschuldsvermutung.