2012 verübten Radikalislamisten einen Mordanschlag auf ein Mädchen, weil es für Frauenrechte eintrat. Jetzt hielt die Nobelpreisträgerin eine Rede in Pakistan.
Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen und Geheimhaltung reiste Malala Yousafzai aus ihrem Exil in Großbritannien erstmals seit dem Anschlag in ihre pakistanische Heimat. Im Haus von Premierminister Shahid Abbasi hielt sie eine Rede, die im Fernsehen übertragen wurde.
In ihrer emotionalen Ansprache sagte die 20-Jährige, dass es "immer mein Traum gewesen sein, zurück nach Pakistan zu kommen und hier in Frieden, ohne Angst durch die Straßen zu gehen, Leute zu treffen, mit Leuten zu reden".
Sie soll auch ihr Elternhaus besuchen, die Details ihrer Reise werden jedoch geheimgehalten. Insgesamt soll sie sich vier Tage im Land befinden und wird von Mitarbeitern ihrer Wohltätigkeitsorganisation Malala Fund begleitet.
In Kopf geschossen
Malala hatte begonnen, im Alter von elf Jahren für BBC Urdu ein anonymes Tagesbuch zu schreiben, in dem es um das Leben unter den radikalislamischen Taliban geht – vor allem aus Sicht eines kleinen Mädchens, das quasi keine Rechte hatte und nicht einmal zur Schule gehen durfte.
Sie setzte sich daraufhin für die Rechte von Frauen auf Bildung ein – ein Attentäter der Taliban schoss ihr in einem Schulbus in den Kopf, als sie 15 Jahre alt war. Sie überlebte jedoch und wurde nach einer Notoperation in einem Militärkrankenhaus zur Rehabilitation nach Birmingham (GB) gebracht. 2014 erhielt sie dann als jüngste Laureatin aller Zeiten den Friedensnobelpreis.
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(red)