Szene

Johnny Depp drohte Heard zu verbrennen

Vor wenigen Tagen noch stockbesoffen am Red Carpet der Berlinale erschien Johnny Depp geschnäuzt, gekämmt und mit Entourage vor Gericht in London.
Heute Redaktion
13.09.2021, 14:26

Johnny Depp klagt und macht keine halben Sachen. Mit einem Team aus Anwälten, einem Bodyguard und mit frisch gebügeltem Anzug erschien der Hollywood-Star am Mittwoch vor Londons Höchstgericht. Depp verklagt die britische Klatschzeitung "The Sun" beziehungsweise die Konzernmutter des Blattes News Group Newspapers.

2018 schrie "The Sun" in die Welt hinaus, dass Depp seine damalige Ehefrau verdroschen haben soll. Die Zeitung erging sich in grausigen Details.

Das lässt der Schauspieler nicht auf sich sitzen. Er saß brav im Gerichtssaal hinter den Anwälten, während die den Zeitungsartikel zerlegten, wie "abcnews" berichtet.

"Eine Person, eine Seite, lügt und eine nicht", legte Anwalt David Sherborne den Fall dar. Die Story würde zwei Seiten zeigen, die "diametral auseinander gehen".

Depp behauptet stattdessen, dass Amber Heard, inzwischen seine Ex, ihn verletzt hätte. "Offensichtlich sagen wir, dass es Ms. Heard ist (die lügt), Mr. Depp will dass 100%ig klarstellen."

Depp drohte Heard zu verbrennen und zu ertränken

Doch dann wurden SMS laut vorgelesen, die der Filmstar im November 2013 seinem Schauspielkollegen Paul Bettany geschickt haben soll. Die Nachrichten machen fassungslos: "Lasst uns Amber verbrennen", heißt es darin. In einer weiteren SMS steht: "Lasst uns sie ertränken, bevor wir sie verbrennen!!! Ich werde danach ihren verbrannten Leichnam f***, um sicherzustellen, dass sie tot ist."

Im Mai 2014 schickte Depp seinem Kumpel weitere Nachrichten: "Ich werde mit dem Saufen echt aufhören, mein Lieber … Ich habe die ganze Nacht getrunken, bevor ich Amber letzten Sonntag abgeholt habe, um nach LA zu fliegen … hässlich, Kumpel". In einer weiteren SMS steht: "Seit Tagen kein Essen …Pulver … eine halbe Flasche Whiskey, Tausend Wodka-Red-Bull, Pillen, zwei Flaschen Schampus im Flugzeug und was bekommt man …??"

Der Termin vor Gericht war erst die Anhörung. Der richtige Prozess startet am 23. März.

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