Eine von Forschern der Rowan University in den USA, der NTU Singapur und der University of Pennsylvania gemeinsam geleitete Studie hat signifikante Veränderungen bei den tropischen Wirbelstürmen in Südostasien aufgedeckt - mit möglicherweise katastrophalen Folgen.
Die Studie, für die 64.000 modellierte Stürme vom 19. bis ins 21. Jahrhundert analysiert wurden, unterstreicht einen beunruhigenden Trend: Tropische Wirbelstürme entstehen zunehmend in Küstennähe und bewegen sich langsamer, sobald sie auf Land treffen.
Diese dem Klimawandel zugeschriebene Entwicklung stelle für Hunderte Millionen von Menschen, die in Küstengebieten leben, eine beispiellose Bedrohung dar. Besonders bedroht seien dabei auch Großstädte wie die thailändische Touristenhochburg Bangkok, Haiphong (Vietnam) und Yangon (Myanmar), warnen die Forscher.
Tropische Wirbelstürme, die durch starke rotierende Winde und heftige Regenfälle gekennzeichnet sind, bilden sich typischerweise über warmen Meeren in der tropischen Zone. Diese Stürme "leben" von Wärme und Feuchtigkeit, die diese Gewässer abgeben - die jüngsten Erwärmungstrends verschärfen ihre Intensität und Langlebigkeit.
Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Wirbelstürme mit steigenden Meerestemperaturen mehr Energie aus den zunehmend wärmer werdenden Gewässern ziehen werden, was demnach zu stärkeren und länger anhaltenden Stürmen führe.
Das Besondere an der jüngsten Studie: Daten aus verschiedenen Klimamodellen wurden einbezogen, um Zyklonmuster über drei Jahrhunderte hinweg nachzuverfolgen. Dies ist das erste Mal, dass eine historische Perspektive zum Verständnis der Veränderungen bei tropischen Wirbelstürmen in Südostasien herangezogen wurde.
Das Ziel des Forschungsprogramms besteht darin, die Klimaforschung voranzutreiben, innovative Lösungen zu fördern und zukünftige Führungskräfte auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten und so eine nachhaltige Zukunft für Südostasien zu gewährleisten, heißt es.