Uwe Hölzl genießt aufgrund seiner emotionalen Kabinenansprachen bei Sturm-Anhängern Legendenstatus. Der Co-Trainer von Christian Ilzer ist Anpeitscher, Menschenfänger und Erfolgsgarant. Jetzt soll er als wesentlicher Teil des Trainergespanns auch die TSG Hoffenheim wieder zurück in die Erfolgsspur führen.
In Deutschland machte sich der 55-Jährige bereits mit seiner ersten Kabinenansprache einen Namen. Vor dem Spiel gegen Leipzig verwendete Hölzl eine Dampflok als Metapher: Diese müsse man mit ordentlich Energie einheizen, damit sie richtig in Fahrt komme. Es sollte ein Sinnbild für die aktuelle Lage der Mannschaft sein.
Die Message fruchtete offensichtlich, denn die angesprochene Energie versprühte die Mannschaft am Platz. In einem Kraftakt siegten die Hoffenheimer mit 4:3. Nach der Partie ballte Ilzer mehrmals die Faust, symbolisierte abermals die dringend benötigte Energie.
Auf die Spieler soll dies noch etwas fremd gewirkt haben. Die TSG-Bosse sind sich jedoch einig, dass Hölzl mit solchen Ansprachen auch im Kraichgau das Potenzial zum Kult-Trainer habe.
Ilzer wisse, was er seinen Co-Trainer hat: "Er hat einfach diese enorme Energie, Power und vor allem Authentizität, um die Spieler noch mal richtig packen zu können, bevor sie raus auf den Rasen gehen. Deshalb gehört ihm auch dieser Part, den ich ihm sehr gerne überlasse, bevor die Jungs dann zum Anpfiff raus auf das Spielfeld gehen"
Für die Motivationsreden lässt sich der Steirer immer eine bestimmte Botschaft einfallen, die er seinen Spielern vermitteln will. Motivationsreden vom Barrakuda (Fisch) hat Hölzl genauso im Repertoire wie Julius Cäsar, Napoleon und seinem Lieblingstier den Honigdachs. Dabei scheut er auch nicht vor unkonventionellen Methoden zurück. Hölzl brachte vorm Cup-Finale 2024 gegen Rapid ein Honigdachs-Stofftier mit in die Kabine.