Drei Kurven, zwei Überholmanöver, zwei zehn-Sekunden-Zeitstrafen für Max Verstappen. Im Kampf um den WM-Fahrertitel wird die Luft an der Spitze immer dicker. Beim Rennen von Mexiko drängte der Niederländer McLaren-Piloten Lando Norris in zwei Kurven hart von der Strecke.
Das schmeckte dem britischen Piloten und dessen Team ganz und gar nicht. Schon über Funk schimpfte der WM-Zweite über seinen Rivalen: "Der Typ ist gefährlich". Im Anschluss des Rennens legte McLaren-Boss Zak Brown nach: "Ich meine, es wird ein bisschen lächerlich, also Applaus für die FIA-Kommissars, genug ist genug".
Naturgemäß ist die Sicht der Dinge im Red Bull Lager anders. Dort versteht man die Härte der Strafen ganz und gar nicht. Red-Bull-Berater Helmut Marko sagte im Interview mit ORF: "Ich glaube, dass die Strafe sehr hart ausgefallen ist. Ich glaube ja, dass das eine Reaktion auf all die Vorfälle ist, die in Austin stattgefunden haben."
Für ihn seien die Strafen zu einem gewissen Grad berechtigt gewesen. Jedoch sei das Ausmaß "sicher das Maximum, oder mehr als das Maximum, was notwendig war."
Der Doktor ortete einen anderen Grund für die schweren Strafen. "Der Max hat das Image, oder er ist ein harter Fahrer, und ich glaube da wollte man auch ein gewisses Exempel statuieren."
Verstappen wollte nach dem Rennen gegenüber "Sky" nicht wirklich auf die Strafen eingehen. "Am Ende des Tages ist es egal, ob man damit einverstanden ist oder nicht. Es spielt keine Rolle, denn die Strafen sind gegeben."
Ursache der schwierigen Position war für ihn viel mehr das eigene Auto. "Mein größtes Problem war, dass wir keine Pace hatten und deshalb lande ich in solchen Situationen. Ich konnte Ferrari und McLaren nicht folgen."