Wochenlang hing Mark S. unbemerkt in einem Baum. Ende April wurde er schließlich von einem Spaziergänger im Stadteil Am Wasserturm entdeckt. Der 59-Jährige alarmierte sofort die Polizei.
Anfang Mai erfolgte die rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams, einschließlich Obduktion. Laut den Gerichtsmedizinern dürfte der 17-Jährige erfroren oder an einer Überdosis Drogen oder Medikamenten gestorben sein.
Familientragödie
Hinter dem Tod des jungen Mannes verbirgt sich eine Familientragödie. Denn am 24. Jänner 2014 hatte sein betrunkener Vater seine nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmte Mutter vor seinen Augen mit 33 Stichen getötet. Der damals 14-jährige Mark war dazwischen gegangen und überlebte einen Stich in die Lunge.
Würdevolle Bestattung
Am Dienstag wurde Mark S. im engsten Familienkreis beigesetzt. Laut der "Bild" sorgte die Stadt Mönchengladbach persönlich dafür, dass der Junge eine würdevolle Bestattung bekommt. Die Stadt übernahm sämtliche Kosten der Beisetzung und auch die Grabgebühren.
(wil)