Gewalt- und Hinrichtungs-Clips

Handys in der Schule – Lehrerin: "Darknet ein Thema"

Immer mehr Bundesländer verbannen den Störfaktor Handy aus der Klasse. Doch was treiben Schüler wirklich im Netz? Eine Lehrerin schlägt jetzt Alarm.
Lea Strauch
22.02.2025, 19:30

In Wiens Volks- und Mittelschulen ist bald Schluss mit dem Handy im Unterricht. Auch in Kärnten gilt bereits ein entsprechender Erlass, in der Steiermark steht er wohl kurz bevor. Die Rufe nach einer bundesweiten Lösung werden immer lauter.

So denken Schüler über ein Handyverbot:

Denn: Mit den Problemen, die durch den Konsum entstehen, kämpfen aktuell vor allem die Pädagogen. Im Gespräch mit "Heute" erzählt eine Lehrerin aus Oberösterreich, welche Herausforderungen die Nutzung von Handys und dem Internet im Schulalltag mit sich bringt.

„Die Kinder sind vielleicht im Darknet unterwegs.“
Die besorgte Lehrerin

Im Gespräch mit ihren Schülern machte die Mittelschullehrerin eine schockierende Entdeckung: Einige hätten womöglich Zugang zu Inhalten, die für ihr Alter viel zu gefährlich sind: "Die Kinder sind vielleicht im Darknet unterwegs, das ist auch ein Thema", berichtet sie.

Wie kommt die Pädagogin darauf? Die Schüler hätten ganz offen davon erzählt: von der Möglichkeit zu illegalen Drogengeschäften und extremer Gewalt bis hin zu Clips von Hinrichtungen.

"Ob sie wirklich auf diesen Seiten waren, oder nur davon gehört haben, weiß ich natürlich nicht." Die Lehrerin betont, dass auch auf Social Media Kanälen wie Reddit "leider teilweise solche Videos zu finden sind". So oder so – die Pädagogin ist besorgt: "Es hat sich schon sehr spezifisch angehört."

Das Darknet

Das Darknet ist ein versteckter Teil des Internets, der Anonymität bietet. An sich ist es legal, genauso wie das normale Internet. Es wird zum Beispiel von Journalisten und Aktivisten genutzt – aber auch für illegale Aktivitäten missbraucht. Denn: Das Darknet ist kaum reguliert.

Der Handel mit Drogen, Waffen und gestohlenen Daten ist dort weit verbreitet. Außerdem kann man auf verstörende Inhalte stoßen, die im "normalen Internet" meist nicht zugänglich sind – darunter fällt zum Beispiel Kinderpornografie.

Zwielichtige Links

Denn die Gefahr bestehe auch im normal zugänglichen Teil des Internets: Durch das wiederholte Klicken auf zwielichtige Links sei es möglich, dass Kinder auf verstörende und illegale Inhalte stoßen.

Für die Lehrerin sei es einmal mehr ein Zeichen dafür, "dass sich Eltern mehr damit auseinandersetzen müssen, was Kinder am Handy oder Laptop tun". Aktuell sehe sie dazu eher keine große Bereitschaft.

Dabei gebe es viele Möglichkeiten, wie die Erwachsenen Maßnahmen treffen können – beispielsweise Kinderschutzprogramme auf den Geräten einzurichten. Mehr Infos dazu gibt es auf saferinternet.at.

{title && {title} } Lstr, {title && {title} } Akt. 24.02.2025, 07:44, 22.02.2025, 19:30
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