In Georgien verhaftet

Familie bangt um Bella: "Muss schreckliche Angst haben"

Die Familie der in Georgien inhaftierten Britin Bella May Culley ist verzweifelt. Die Angehörigen glauben, dass die Teenagerin ausgenutzt wurde.
20 Minuten
14.05.2025, 20:01
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Die Familie der in Georgien wegen Drogenschmuggels angeklagten Britin Bella May Culley (18) lebt in größter Sorge. "Ich bin 80 Jahre alt. Ich werde sie vielleicht nie wiedersehen", sagt ihr Großvater William Culley unter Tränen gegenüber der "Daily Mail". Bellas Vater wollte ursprünglich nach Thailand reisen, um nach seiner Tochter zu suchen.

Nun befindet er sich in Tiflis, um sie im Gefängnis zu besuchen. Ihre Tante war ebenfalls bereits unterwegs nach Thailand, um die Suche zu unterstützen. Erst am Flughafen Schiphol in Amsterdam erfuhr sie, dass ihre Nichte längst in Georgien hinter Gittern sitzt. Die Angehörigen sind überzeugt: Bella wurde ausgenutzt.

"Nicht Teil eines internationalen Drogenkartells"

"Sie ist nicht Teil eines internationalen Drogenkartells", sagt der Großvater. "Sie war nur in den Ferien, und dann hörten wir nichts mehr von ihr." Die Familie wusste nicht einmal, dass Bella nach Georgien gereist war. Sie ging davon aus, dass die 18-Jährige in Thailand sei. Jetzt sitzt sie in Untersuchungshaft. Bellas Mutter teilt mit: "Als sie nicht mehr auf meine Nachrichten antwortete, dachte ich, sie sei auf dem Rückflug, um mich zu überraschen. Doch dann – nichts."

In einer ersten Anhörung am Dienstag verkündete Bella, sie sei schwanger. Sie berief sich auf ihr Recht, zu den Vorwürfen zu schweigen. Ihr Anwalt erklärte, man werde zu gegebener Zeit weitere Informationen bekannt geben. Ein medizinischer Test soll nun klären, ob die Schwangerschaft tatsächlich besteht.

Ihr droht eine lebenslange Freiheitsstrafe

Für die Familie ist der Schock riesig. "Sie ist intelligent, sie wollte Krankenschwester werden", sagt der Großvater. "Jemand hat ihr vermutlich Geld versprochen oder sie unter Druck gesetzt. Wir wissen es nicht. Aber sie muss schreckliche Angst haben."

Bella May Culley wurde laut georgischen Behörden mit rund 14 Kilo Marihuana und 20 Packungen Haschisch im Gepäck am Flughafen Tiflis verhaftet. Die Festnahme erfolgte durch eine Spezialeinheit, die auf organisierte Kriminalität spezialisiert ist.

Die 18-Jährige wird beschuldigt, eine besonders große Menge Drogen illegal erworben, gelagert und eingeführt zu haben. Ihr drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis oder sogar lebenslange Freiheitsstrafe. Laut Behörden war die Aktion keine Routinekontrolle, sondern Teil einer geplanten Operation. Heißt: Man hat am Flughafen auf die Ankunft von Bella gewartet.

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