Nach dem Großbrand in der Klavierfabrik Bösendorfer in Wiener Neustadt in der Nacht auf Mittwoch hat die Ursachenermittlung am Donnerstag angedauert. Ergebnisse lagen laut Polizei noch nicht vor. Auch die Höhe des entstandenen Schadens stand vorerst nicht fest. Verletzt wurde nach Feuerwehrangaben niemand.
Von dem Brand betroffen war ein als Archiv genutztes Nebengebäude. Vier Feuerwehren mit knapp 100 Helfern rückten zu den Löscharbeiten aus. Das Objekt brannte bis auf die Grundmauern nieder. Kommandant und Einsatzleiter Christian Pfeiffer von der FF Wiener Neustadt sprach von einem "Totalschaden". Das Produktionsgebäude wurde geschützt.
Die Erhebungen zur Brandursache liefen am Mittwochvormittag an. Beteiligt waren Polizeiangaben zufolge Beamte des Landeskriminalamts Niederösterreich und Sachverständige des Bundeskriminalamts. Beigezogen wurde auch der Bezirksbrandermittler.
Eröffnet wurde die Bösendorfer-Produktionsstätte in Wiener Neustadt 1973. In der Statutarstadt im Süden Niederösterreichs werden alle aus dem Hause stammenden Instrumente - laut Unternehmensangaben knapp 300 pro Jahr - gefertigt.