Die Geschichte von der Hochzeit, die in der Stadt Millinocket im US-Bundesstaat Maine stattgefunden hat, kursiert schon länger in den Medien. Schnell wurde festgestellt, dass nach dem Event, das am 7. August stattgefunden hat, mehrere Hochzeitsgäste mit dem Coronavirus infiziert waren. Nun wurde aber das gesamte Ausmaß bekannt.
Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC berichtete, dass der Hochzeitsempfang in einer kleinen Stadt zu drei verschiedenen Corona-Infektionsherden geführt hat. Insgesamt wurden 178 Menschen infiziert, sieben mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden und sieben starben in Folge der Erkrankung. Der Hochzeitsempfang umfasste 55 geladene Gäste.
Keiner von den schwer Erkrankten oder den Verstorbenen waren selbst anwesend, einige davon leben rund 160 Kilometer von dem Austragungsort entfernt. Zwar wurde in dem CDC-Bericht nicht erwähnt, wo die besagte Hochzeit stattfand, doch amerikanische Medien, darunter auch "CNN", ziehen hier klare Schlüsse. Denn die Hochzeit in Millinocket hatte bereits landesweit Schlagzeilen gemacht.
Die Gäste seien eng beieinander gesessen und hätten keine Masken getragen. 30 Personen davon wurden später positiv auf Corona getestet. Danach vergrößerte sich die Infektionskette. In einer Stadt etwa, in der es zuvor keine Corona-Fälle gab, wurden 27 Personen positiv getestet, die Kontakt zu den infizierten Hochzeitsgästen hatten.
"Dieser Bericht soll eine Warnung sein für die Menschen, die überlegen, wie sie die Weihnachtsferien feiern wollen. Das Zentrum dieses Superspreader-Events liegt in einem ländlichen Gebiet, in denen es zuvor fast keine Hinweise auf Covid-19 gab", sagte Robert Long, Kommunikationsdirektor für Maines Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention.