Klimaschutz
Corona, Ukraine, Umwelt? Diese Themen machen uns Angst
Österreich sorgt sich am meisten bezüglich Ausbeutung der Natur, Umweltverschmutzung und Artensterben, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Eine Umfrage zu den Sorgen der Österreicher(innen) im Auftrag des gemeinnützigen Unternehmens Arche Guntrams für Natur- und Artenschutz hat trotz Ukraine-Konflikt, Corona-Pandemie oder Inflation die Ausbeutung der Natur, Umweltverschmutzung und Artensterben als die drei Top-Bedrohungen ergeben.
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Rund 1.000 Personen nahmen bei der Ende April von Marketagent.com durchgeführten Befragung teil. Bei der Ermittlung des höchsten Anliegens siegte die Gerechtigkeit.
Überraschendes Ergebnis beim Sorgen-Barometer
Bei der Umfrage wurde nicht explizit nach dem Ukraine-Krieg oder der Corona-Pandemie gefragt, zur Wahl standen allgemeiner formulierte Fragestellungen, wo das Ausmaß der Betroffenheit in einer Skala zwischen 0 bis 10 bewertet werden konnte. Gefragt wurde nach "Neue Seuche/Pandemie verbreitet sich" oder "Begrenzter Atomkrieg (Einsatz einer taktischen Atombombe)", sie erreichten 5,7 bzw. 6,5 "Sorgenpunkte".
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Die höchsten Werte erzielten "Ausbeutung von Wäldern, Ernteflächen, Bodenschätzen und Meeren zum Schaden unserer Nachkommen" und "Umweltverschmutzung schädigt Natur und Menschen" mit 7,3. Am wenigsten Bedrohung hatte indes das Szenario "Meteorit schlägt auf die Erde", das mit 3,2 Punkten die rote Laterne bekam.
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Kaum Sorge wegen möglicher Blackouts
Eher abgeschlagen war die Bedrohung durch einen totalen Stromausfall (5,7) oder den möglichen Verlust von Wohnung (4,8) oder Arbeitsplatz (4,1), dafür landete das Artensterben samt Folgen auf dem dritten Platz (7,2) und erst an vierter Stelle landete die Sorge vor einer "Schweren Erkrankung von mir und nahen Angehörigen" mit 7,1 knapp vor jener vor dem "Klimawandels", der sich mit 6,8 gleichauf mit der "Weltwirtschaftskrise" auf zehnstufigen Sorgenskala platzierte.