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Blutsaugende "Vampir"-Fische sorgen für Panik

In den USA treiben gerade "Vampir"-Fische ihr Unwesen. Die Fische haben es dabei auf das Blut der anderen Wasserbewohner abgesehen.
André Wilding
27.06.2020, 11:56

Eine aggressive Gattung von Neunaugenfischen, auch bekannt als "Vampirfisch", hat sich in Gewässern im US-Bundesstaat Vermont breitgemacht.

Eigentlich leben die Fische im atlantischen Ozean, sorgen aber nun fernab ihrer Heimat für Aufregung und stellen dort eine erhebliche Bedrohung der anderen Lebewesen im Wasser dar. Denn die "Vampir"-Fische haben es auf deren Blut abgesehen und ernähren sich davon.

Wichtig für Ökosystem

Dabei heften sich die parasitären Fische mit ihren Mäulern an andere Fische an und sagen anschließend ihr Blut und andere Körperflüßigkeiten aus. Eine besonders bedrohliche Population im See Lake Chamberlain mussten die örtlichen Behörden sogar entfernen, so die "Daily Mail".

In anderen Gewässern der Region wurden überwiegend weniger aggressive Populationen festgestellt. Dort liefern die Neunaugen sogar einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Ökosystems. Vor allem als Nahrungsquelle für andere Tiere, da viele Jungfische bereits kurz nach der Geburt sterben.

Frühere Invasionen von "Vampir"-Fischen hatten mitunter aber verheerende Konsequenzen: So sank in den 1960er Jahren die Fangmenge der Forellenfangindustrie an den Great Lakes von über sieben Millionen Kilo auf dramatische 150.000 Kilo.

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