NAch dem 343. Wiener Derby ist es im September 2024 zu schweren Ausschreitungen gekommen.
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Austria gegen Rapid, Zweiter gegen Vierter – alles ist für das 344- Wiener Derby angerichtet, die Generali Arena, Heimstätte der Wiener Austria, freilich ausverkauft. Doch in der violetten Arena werden sich ausschließlich Austria-Fans befinden. Denn nach den schweren Ausschreitungen vom letzten Aufeinandertreffen haben sich die beiden Vereine dazu entschieden, die nächsten vier Derbys ohne Auswärtsfans zu bestreiten.
Nach dem 2:1-Heimsieg Rapids am 22. September des Vorjahres war es zu wilden Szenen gekommen. Fans beider Lager stürmten auf den Rasen, es kam zu Krawallen. Zehn Polizisten wurden dabei verletzt, 577 Anzeigen ausgesprochen, der Großteil davon wegen pyrotechnischer Vergehen und gegen unbekannt.
Derby-Eklat! Die erschreckenden Bilder des Platzsturms
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Es dauerte fast fünf Minuten, bis die Beamten die strafbaren Handlungen beenden konnten.
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10 Polizisten wurden verletzt.
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Das sportlich hoch spannende 343. Wiener Derby wurde nur Augenblicke nach dem Schlusspfiff zu einem Riesen-Fiasko.
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Die Bilder der Ausschreitungen sind erschreckend.
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Am Rasen des Allianz Stadions herrschte Chaos.
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Nur Sekunden nach dem Schlusspfiff hagelte es pyrotechnische Gegenstände am Feld und auf den Tribünen.
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Um exakt 19.04 Uhr liefen die ersten Stadiongäste auf das Feld, Austria-Anhänger kletterten in den Sektor 5 der Nordtribüne.
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Zeitgleich nahm die Wiener Polizei außerhalb des Stadions noch ihre gesetzlichen Aufgaben wahr.
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Mehrere Securitys versuchten am Feld, die beiden Fanlager auseinanderzuhalten – und scheitern kläglich.
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Ein Austria-Fan wurde bei den Ausschreitungen verletzt.
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Mit Stangen und sogar einer Eckfahne schlugen die Fans aufeinander ein, ein Austria-Anhänger blieb benommen liegen, wurde von einem Mann an der Hand weggezogen.
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Der Rauch der Böller machte die Lage noch unübersichtlicher, zeitgleich stürmten noch mehr Fans der Gäste das Feld.
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Waren es anfangs noch ein Dutzend Rowdys, befanden sich schnell knapp 100 gewaltbereite Männer am Rasen.
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Waren es anfangs noch ein Dutzend Rowdys, befanden sich schnell knapp 100 gewaltbereite Männer am Rasen.
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Die Rapid-Fans flüchteten Richtung Block West, die Austria-Fans in den Gästeblock.
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Die Polizisten nahmen in einer so gut wie geschlossenen Reihe das Spielfeld ein, die Rapid-Fans zogen sich zurück.
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Es hagelte fast 600 Anzeigen.
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Dann eskalierte die Lage erneut: Austria-Fans zündeten wiederholt pyrotechnische Gegenstände, warfen die Böller mit rasanter Geschwindigkeit direkt auf die Beamten.
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Mittlerweile bildete sich ein Polizeiteam, das den Gästesektor komplett umzingelte.
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Der zweite Polizeitrupp nahm die Mitte des Spielfeldes ein.
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Es dauerte fast fünf Minuten, bis die Beamten die strafbaren Handlungen beenden konnten.
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10 Polizisten wurden verletzt.
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Das sportlich hoch spannende 343. Wiener Derby wurde nur Augenblicke nach dem Schlusspfiff zu einem Riesen-Fiasko.
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Die Bilder der Ausschreitungen sind erschreckend.
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Dreimal so viele Austria-Stadionverbote
Beide Klubs kündigten an, die Vorfälle aufzuarbeiten. Mittlerweile ist nun auch bekannt, dass die Bundesliga insgesamt 23 Stadionverbote ausgesprochen hat. Die "Veilchen" beantragten 18, Rapid, der gastgebende Verein beim Skandal-Derby im September, hat ein Stadionverbot bei der Liga für fünf Personen beantragt. Diese insgesamt 23 Personen seien von den Vereinen beziehungsweise der Polizei identifiziert worden.
Die Austria verhängte insgesamt 26 Haus- und Stadionverbote, bei Grün-Weiß waren es letztendlich neun.
Gemeinsamer Medien-Auftritt der Klubs
Beiden Vereinen waren letztendlich Geldstrafen von "nur" 150.000 Euro aufgebrummt worden – ein extrem mildes Urteil, das vor allem auch nur deshalb zustande kam, weil sich die beiden Klubs schon zuvor darauf geeinigt hatten, in den vier folgenden Liga-Derbys keine Fans zuzulassen und künftig verstärkt zusammenzuarbeiten.
So wird es im Vorfeld des Derbys einen gemeinsamen Medienauftritt beider Vereine geben, und das im Wiener Rathaus, also auf neutralem Boden. Von Heimverein Austria Wien werden Coach Stephan Helm und Finanzvorstand Harald Zagiczek vor Ort sein, aufseiten der Hütteldorfer Trainer Robert Klauß und Vorstand Steffen Hofmann.
Am Sonntag werden im Auswärtssektor der "Veilchen" Vertreter von karitativen Einrichtungen sitzen, 23 derartige Organisationen hatten Karten erhalten. Generell ist es untersagt, mit Rapid-Fanartikeln ins Stadion zu kommen. Die Austria betonte außerdem, dass es verboten sei, die erworbenen Karten gewerblich weiterzuverkaufen.
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