Sport

18-jährige Christina Ager rettete ÖSV-Damen in Levi

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:37

Nördlich des Polarkreises begann am Samstag in Levi die Slalom-Saison des alpinen Ski-Weltcups. Im finnischen Lappland ging dabei ein neuer Stern am ÖSV-Himmel auf. Die erst 17-jährige Christina Ager fuhr mit Startnummer 53 in ihrem ersten Weltcup-Rennen auf Platz 4. Der Rest der ÖSV-Girls enttäuschte. Marlies Schild und Michaela Kirchgasser schieden aus. Der Sieg ging überlegen an Mikaela Shiffrin.

und Michaela Kirchgasser schieden aus. Der Sieg ging überlegen an Mikaela Shiffrin.

Die große ging für die Konkurrenz in die Hose. Das US-Girl siegte mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen, sicherte sich ihren 5. Weltcup-Sieg und scheint auch diese Saison wieder nach Belieben zu dominieren.

Ager als Riesen-Überraschung

Gesamt-Weltcupsiegerin Tina Maze wurde hinter Maria Höfl-Riesch Dritte. Christina Ager verpasste das Podium nur um 0,05 Sekunden, lag 1,66 hinter Shiffrin, hatte sich erst in der internen Qualifikation einen von zwei noch freien Plätzen gesichert. "Das ist super. Ich habe es noch gar nicht realisiert. Mehr kann man sich nicht wünschen", sagte der neue ÖSV-Slalomstern nach dem Rennen im Ziel.

Dass die 18-jährige Tirolerin auch in Lauf zwei cool blieb und fast ganz nach vorne fuhr, war zumindest für einen keine Riesen-Sensation. Privatcoach Günther Gerhard begleitet die groß gewachsene aus Hochsöll seit ihrem neunten Lebensjahr. Ager gilt als Allround-Talent. Nicole Hosp wurde als zweitbeste Österreicherin 13. (2,39 Sekunden zurück).

Wind als Problem

Die Ski-Asse brannten darauf, in der Heimat des Weihnachtsmannes endlich zur Tat zu schreiten. Doch Minus 15 Grad, knirschender Schnee und starker Wind empfingen den Weltcup-Tross im ersten Durchgang. "Ganz fair war es wegen dem Wind nicht, doch das hilft eh nicht", sagte Kathrin Zettel nach dem 1. Durchgang. Die Niederösterreicherin fiel im Finale noch hinter Hosp zurück.

Ausgerechnet die ersten 15 Läuferinnen hatten im ersten Lauf mit teils starken Böen zu kämpfen. Eine Verlegung des Rennens um 30 Minuten nach hinten wurde kurz vor dem Start verworfen. Die falsche Entscheidung - Zettel war nicht die Einzige, die über den Wind klagte. Im Finale bei Flutlicht und Dämmerung war dies aber dann kein Thema mehr.

Schild blickt nach vorne

Nur knapp eine halbe Minute hat Marlies Schilds erster Slalom-Weltcupauftritt seit exakt elf Monaten gedauert. Die Salzburgerin fädelte im turbulenten ersten Durchgang im steilen Schlussteil ein und musste einen bitteren Rückschlag hinnehmen.

Schild tröstete sich aber damit, dass ihr der heftige Wind schon bis zum Out jede Chance auf einen Spitzenplatz genommen hatte. Ich blicke nach vorne", betonte Schild im Zielraum. "Gegen einen Einfädler kannst du nichts machen und beim nächsten Slalom in Courchevel muss ich einfach schauen, dass das nicht mehr passiert."

Zu den bereits in Lauf eins gescheiterten zählte auch Michaela Kirchgasser. Die Vizeweltmeisterin erhielt im Steilhang einen Schlag gegen den Ski. "Keine Ahnung, was da genau passiert ist", ärgerte sich die Salzburgerin. Kirchgasser bedauerte ihr Out vor allem deshalb, weil sie nach wenig vielversprechender Form zuletzt in Levi "einen Riesenschritt" gemacht hatte.

Jetzt E-Paper lesen