Riesige Wasserflecken sind an den Mauern und an der Decke zu sehen, es tropft auf den Holzboden, das Wasser steht im Klassenzimmer. Die Räume sind derzeit nicht benützbar, die Schäden sind immens. Tatort ist wieder die Diesterwegschule, wieder ermittelt die Polizei.
Zur Erinnerung: Schon im Februar gab es große Aufregung. Fenster wurden zerschossen, vermutlich mit einer Steinschleuder. Damals wurden Maßnahmen angekündigt: bessere Beleuchtung, Videoüberwachung, bauliche Maßnahmen (z.B. ein Schiebetor).
Am Sonntag dann der neue Schock: Eine Lehrerin entdeckte überall Wasserflecken. Offenbar ist in der Zeit zwischen 27. und 29. September jemand in die Schule gegangen und hat im oberen Stockwerk in einem WC das Waschbecken mit Klopapier verstopft und dann die Wasserhähne aufgedreht.
"Das überlaufende Wasser verteilte sich dann über sämtliche Stockwerke und richtete einen erheblichen Schaden an", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Die Behörden bitten um Hinweise, diese können telefonisch beim Stadtpolizeikommando Linz unter 059133-45-3333 bekannt gegeben werden.
Der Ärger ist auch bei der Stadt Linz groß: "Nach Vorfällen im Februar dieses Jahres waren von der Stadt Linz als Schulerhalterin umgehend zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beschlossen worden, um schulfremden Personen den Zutritt zu erschweren", teilte die Stadt in einer Aussendung mit.
Es sollte der Haupteingang der Schule verstärkt gesichert werden, die Einfahrt an der Krankenhausstraße sollte mit einem elektrischen Schiebetor versehen werden und im Bereich des Hortes ein zusätzlicher Zaun den Zugang einschränken. Der aktuelle Vorfall ereignete sich kurz vor der Fertigstellung der Arbeiten.