Am 70. Österreichischen Gemeindetag, der unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten. Energie. Technologie. Natur", stattfand, nahm Bundespräsident Alexander Van der Bellen, wie auch die anderen Redner, Bezug auf die Unwetter des vergangenen Wochenendes.
Die Rekordfluten hatten bekanntlich in Niederösterreich große Schäden angerichtet. Ganze Gemeinden standen unter Wasser und waren vom Rest des Landes abgeschnitten. Feuerwehren befanden sich im Dauereinsatz – die Aufräumarbeiten laufen nach wie vor.
Der Bundespräsident hatte noch am Mittwoch den Landesführungsstab in Tulln besucht. "Ich war beeindruckt, wie in diesem Fall reagiert wurde", sagte er. Man könne nicht auf alles vorbereitet sein. "Jedes einzelne Bacherl kann man nicht kontrollieren", betonte Van der Bellen. Er sei aber überzeugt, dass das Krisenmanagement gut funktioniert habe.
Neben den Behörden gab es sehr viele Privatpersonen, die bei der Bewältigung der Katastrophe geholfen haben. "Es ist nicht übertrieben zu sagen, selbst wenn das ganze Land unter Wasser steht, so geht das Land doch nicht unter."
Die Katastrophe habe für ihn aber vor allem zwei Dinge gezeigt: "Unser Zusammenhalt ist stark und die Klimakrise ist real." Extreme Wetterereignisse würden weiterhin zunehmen, Menschen ihre Lebensgrundlage oder sogar ihr Leben kosten, betonte er.
Aktuell würde man nur die Symptome der Erderwärmung beseitigen. Wichtig sei es aber, dass man die Ursachen bekämpfe. "Das heißt, die Emission von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren", forderte Van der Bellen.
Immerhin soll auch die Zukunft der Erde nicht von extremen Wettereignissen geprägt sein. "Wenn wir weiterhin so viel Solidarität, Mut und Entschlossenheit zeigen wie in den letzten Tagen, mache ich mir keine Sorgen", so der Bundespräsident.