Tiere verendeten

"Truthahn-KZ" – übler Maistrich entsetzt Bauern

"Hier wird Brauchtum missbraucht", so Wolfgang Hackl aus NÖ verärgert. Einige seiner Tiere sollen bei der Aktion ums Leben gekommen sein.
Niederösterreich Heute
11.05.2024, 05:30

Wolfgang Hackl aus Atzelsdorf (Bezirk Mistelbach) ist Bauer aus Leidenschaft, vor allem für seine Marillen und Truthähne bekannt.

Doch von einem "Maischerz" zeigt er sich jetzt tief betroffen: Vor einer seiner Stallanlagen fand er am 1. Mai einen Schriftzug vor: "Truthahn-KZ" prangte in dicken Lettern vor der Einfahrt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite war laut "Bezirksblättern" noch "HiHiH" zu lesen.

Nachtruhe gestört

"Werden die Puten in ihrer Nachtruhe gestört, bekommen sie einen enormen Stress. Bei der Aktion sind sie verängstigt in eine Ecke zusammengelaufen. Dabei wurden mehrere Dutzend Tiere von den anderen erdrückt", so Wolfgang Hackl gegenüber den "Bezirksblättern".

Wolfgang Hackl mit seinen Truthähnen
Hackl

In seinen drei Ställen sind insgesamt rund 25.000 Tiere untergebracht, sie werden laut dem Bericht "am Boden gehalten, haben einen überdachten Auslauf, Scharrmöglichkeiten und ausreichend Beschäftigungsmaterial".

"Geben unser Bestes"

"Wir haben da höhere Standards, als es der Gesetzgeber vorgibt", betont der Landwirt. "Lustig ist das wirklich nicht. Meine Mitarbeiter und ich geben unser Bestes."

Während EU-weit vier Puten pro Quadratmeter gehalten werden dürfen, seien es bei Hackl nur zwei, die sich einen Quadratmeter teilen. Geschlachtet werden die Tiere am Hof, das spare Transportwege und Stress für die Tiere. "Wir sind ein Vorzeigebetrieb, das zeigen wir auch gerne bei unseren Hofführungen", betont Hackl.

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