In Kalifornien kämpfen Hunderte Feuerwehrleute gegen einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand. Tausende Menschen wurden bereits aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, wie US-Medien berichteten. Das sogenannte "Line Fire" brach Anfang September im San Bernardino County aus.
Der Bezirk grenzt an den Bezirk Los Angeles. Inzwischen brennt das Flammenmeer unkontrolliert auf einer Fläche von 80 Quadratkilometern, wie die Feuerschutzbehörde Cal Fire meldete.
Es habe bereits drei Verletzte gegeben. Laut US-Medien handelt es sich bei den Verletzten um Feuerwehrleute. Die Flammen bedrohen offiziellen Angaben zufolge mehr als 35.000 Gebäude, darunter Wohnhäuser und Geschäfte.
„Das steile Gelände macht Löscharbeiten fast unmöglich.“Rick CarhartFeuerschutzbehörde Kaliforniens
Am Wochenende hatte Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom den Notstand für die betroffene Region ausgerufen. Auf diese Weise können Geld und Hilfsmittel schneller bereitgestellt werden. Wodurch das Feuer ausgelöst wurde, war zunächst nicht bekannt. Insgesamt sind 1.800 Helfer bei den Löscharbeiten im Einsatz.
"Das steile Gelände macht Löscharbeiten fast unmöglich. Einige Regionen sind unerreichbar", sagte der Cal-Fire-Sprecher Rick Carhart der "San Bernardino Sun". Hunderte Menschen verbrachten die vergangenen Nächte in Notunterkünften.
Der Brand werde vom Boden aus sowie aus der Luft bekämpft. Schulen in der Region mussten geschlossen werden, außerdem seien mehrere Straßen gesperrt worden. Auch der Flugbetrieb war am Wochenende teils gestört, berichtete die "Los Angeles Times".
Seit Anfang September herrscht erneut große Hitze in der Region. Im Norden Kaliforniens wüteten bereits mehrere größere Feuer, auch in anderen Teilen des westlichen US-Bundesstaates brennt es. Kalifornien war im heurigen Sommer wiederholt von Waldbränden betroffen - bei Temperaturen bis zu 49,6 Grad.