Nach dem Tod von Papst Franziskus hat der Vatikan für 19.30 Uhr ein erstes öffentliches Gebet auf dem Petersplatz in Rom angekündigt. Das Rosenkranzgebet werde vom italienischen Kardinal Mauro Gambetti geleitet, teilte der Heilige Stuhl am Montag mit. Es werden Tausende Gläubige erwartet.
Nach Angaben des Vatikans starb Franziskus am Ostermontag um 7.35 Uhr. Laut den Ärzten des Gemelli-Spitals, die den Papst erst kürzlich wegen einer beidseitigen Lungenentzündung behandelt hatten, soll das Oberhaupt der katholischen Kirche an den Folgen eines Hirnleidens – wahrscheinlich ein Schlaganfall – verstorben sein. Der Heilige Vater sei "friedlich eingeschlafen".
Der Leichnam des Papstes soll dann m Abend um 20.00 Uhr in seinen Sarg gelegt werden. Kardinal Kevin Farrell werde als Camerlengo über den "Ritus der Feststellung des Todes und des Einlegens des Körpers in den Sarg" wachen, teilte der Vatikan mit.
Erst vor Kurzem hatte der Papst das Ritual zu seiner Beisetzung überarbeitet. Der Pontifex wünschte sich zu Lebzeiten weniger Pracht und vereinfachte Riten für seine Bestattung. Dem Vatikan zufolge wollte er damit verdeutlichen, dass mit ihm nicht ein mächtiger Mann, sondern ein Hirte und Jünger Christi beerdigt wird.
Auf eigenem Wunsch wird der Papst auch nicht in den vatikanischen Grotten unter dem Petersdom bestattet, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore – einem seiner Lieblingsorte in Rom.