Mitte September wurde ein 64-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach über eine Anzeigenplattform auf einen Geländewagen in Deutschland aufmerksam. Über die hinterlegte E-Mail-Adresse erklärte er, interessiert zu sein.
Sämtlicher Informationsaustausch zum Fahrzeug, die Übermittlung des Kaufvertrages und die Rechnungslegung erfolgte per Mail mit einem gewissen Andre Schneider. Was der Mühlviertler nicht wusste: Der Mann täuschte nur vor, ein Autoverkäufer zu sein.
Am 16. September überwies er den vereinbarten Kaufpreis – knapp 20.000 Euro – per SEPA-Überweisung. Danach rief der Mühlviertler bei der tatsächlichen Autovermietungsfirma an. Dort erklärte man ihm, dass das Unternehmen den Geländewagen gar nicht zum Verkauf angeboten hatte.
Und: Der 64-Jährige war nicht das erste Opfer von "Andre Schneider". Es habe bereits mehrere Betrugsfälle durch den Unbekannten gegeben – immer unter demselben Namen. Die Ermittlungen laufen.
Die Betrugsmaschen enden nicht selten mit dem Verlust von sehr hohen Geldsummen. Kürzlich warnten Polizei und Arbeiterkammer zum Beispiel vor gefährlichen Phishing-Nachrichten.
Sie täuschen vor, vom Finanzdienstleister BitPanda zu kommen. Die Täter kommen so an die Krypto-Wallets ihrer Opfer. Die Folge: das Guthaben wird abgeschöpft. Es gab bereits mehrere Anzeigen in Oberösterreich, so das Landeskriminalamt.