Das Hochwasser und dessen Folgen sitzen vielen Wienern noch immer in den Knochen. So mussten etwa rund 100 Bewohner in der Ludwiggasse (Penzing) aufgrund des über die Ufer getretenen Wienflusses in Sicherheit gebracht werden – "Heute" berichtete von den Aufräumarbeiten.
Der andauernde Starkregen sorgte aber auch in einigen der 1.800 Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen für Schäden: "Viele unserer Mieter haben uns am Wochenende über die Service-Nummer 05 757575 angerufen, zwischen Freitag und Sonntag haben wir rund 4.000 Meldungen mit Starkregen-Bezug aufgenommen", so ein Wiener-Wohnen-Sprecher zu "Heute".
Darunter waren 800 Akutfällen wie Wassereintritte (im Keller oder übers Dach) und Elektrogebrechen (Stromausfall durch Wassereintritt). Zudem fielen 75 Aufzüge aus. Besonders prekär ist auch die Lage in der Gregorygasse (Liesing): Der Gemeindebau wird derzeit (mangelhaft) saniert – "Heute" berichtete bereits über die Probleme der Bewohner. Die Dachabdeckungen hielten dem Starkregen nicht stand, in mehreren Wohnungen rann auch hier das Wasser von der Decke.
Deshalb seien Handwerker bereits seit dem Wochenende in ganz Wien im Reparatur-Dauereinsatz: "Wir sind nach wie vor intensiv damit beschäftigt, sämtliche Schäden zu erfassen. Die Gebrechen werden grundsätzlich nach Dringlichkeit abgearbeitet", meint der Sprecher.
Bei den Aufzügen könnte es allerdings etwas länger dauern: "Gerade bei Aufzugausfällen hängt die Instandsetzungsdauer leider stark von der Verfügbarkeit etwaiger Ersatzteile ab. Bei längeren Lift-Ausfällen kommt bei Bedarf unser bewährtes Trageservice in Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund zum Einsatz", berichtet der Sprecher.