Verliert der ÖSV einen Topstar? Stephanie Venier, die heuer in Saalbach Super-G-Gold und Bronze in der Team-Kombi erobert hat, deutete erneut ein Karriereende an.
"Ich habe für mich noch keine Entscheidung getroffen. Vorerst trainiere ich normal weiter", ließ die 31-Jährige in einem ORF-Interview aufhorchen. "Das ist keine Entscheidung, die ich von heute auf morgen treffen kann. Deshalb gebe ich mir Zeit zum Überlegen, die Zeit habe ich auch bekommen. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was passieren muss, damit ich weiß, wie ich mich entscheiden soll."
In erster Linie muss der Körper mitspielen. Venier leidet immer wieder an Knieproblemen, musste daher auch das Weltcup-Finale in Sun Valley (US) auslassen.
Auch die Diskussionen rund um Roland Assinger haben Spuren hinterlassen. Die Athletin hatte den Damen-Chefcoach öffentlich kritisiert, stellte die Methoden und den Umgangston des Kärntners infrage. Kolleginnen wie Tamara Tippler und Stephanie Brunner sprangen ihr zur Seite. Eine Aussprache soll die Wogen mittlerweile geglättet haben.
"Zu dem Thema sage ich nicht mehr viel, das ist für mich so gut wie erledigt. Wir müssen miteinander reden, die Kommunikation im Team ist wichtig. Das lasse ich einmal so im Raum stehen. Dann schauen wir weiter, was dabei rauskommt", lässt Venier Raum für Spekulationen.
Der Weltcup-Winter beginnt Ende Oktober mit einem Riesentorlauf in Sölden. Im Februar 2026 steigen die Olympischen Winterspiele in Cortina (It). "Aber der WM-Titel daheim ist nicht mehr zu toppen", stellt Venier klar.