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Schleim im Mittelmeer – Türkei sagt "Seerotz" Kampf an
Eine riesige, graue Schleimschicht verdreckt aktuell das Marmarameer bei Istanbul. Jetzt wollen die türkischen Behörden den "Seerotz" entfernen.
Eine widerlich schleimige Substanz macht derzeit jeden Badespaß am Istanbuler Strand Caddebostan auf der asiatischen Seite der Stadt zunichte. Es handelt sich dabei um ein Ausscheidungsprodukt mancher Algen, das auch als "Seerotz" bekannt ist. Seit Jahresbeginn häuft sich der organische Schlamm regelrecht an der türkischen Küste des Marmarameers.
Der "Seerotz" ist nicht nur für Menschen grauslich, sondern stellt auch eine ernsthafte Gefahr für viele Tierarten dar. Wie "Euronews" erklärt, setzt er sich über kurz oder lang am Meeresboden ab und tötet Korallen, Muscheln und andere Meereslebewesen.
Durch den Klimawandel bedingte höhere Temperaturen und auch Schadstoffe aus ungefiltertem Abwasser begünstigen diese Schleimbildung noch zusätzlich. Die Türkei will nun dagegen vorgehen.
„"Schleimkatastrophe"“
"Wir werden unsere Meere vor dieser Schleimkatastrophe retten, allen voran das Marmarameer", erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Mit einem 22-Punkte-Plan durch das Umweltministerium soll dieses Ziel nun in die Tat umgesetzt werden.
Als erste Maßnahme wurde nun eine Säuberungsaktion gestartet. Boote wurden zur Oberflächenreinigung ausgeschickt, um mit wissenschaftlich fundierten Methoden, dem Schlatz Herr zu werden.