Die Zahl der Bienen geht stark zurück und das bedroht die weltweite Nahrungsmittelproduktion und das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme. Ein Drittel unserer Nahrung gibt es nur durch das Zutun von Honigbienen, denn immerhin bestäuben diese Insekten, gemeinsam mit Hummeln und Schmetterlingen 90 Prozent aller blühenden Pflanzen.
Seit einigen Jahren ist ein zunehmendes Sterben von ganzen Bienenvölkern zu beobachten. Der Einsatz chemischer Produkte in der Landwirtschaft, zahlreiche Krankheitserreger die Ausbreitung von Krankheiten z. B. durch tödliche Parasiten wie die Varroa-Milbe und Monokulturen führen zu einem Rückgang der Artenvielfalt und damit der Nahrungsquellen, die Bienen zur Stärkung ihres Immunsystems benötigen. Dies sind jedoch "nur" Theorien der Forschung, denn den wahren Grund für den scheinbar unaufhaltsamen Rückgang der Honigbiene konnte man bisher noch nicht vollends bestätigen.
Sommerbienen leben nur ein paar Wochen und Winterbienen nur ein paar Monate und die Bienenkönigen nur ein bis fünf Jahre. Die Insekten fliegen Millionen von Blüten an, nur um ein Kilogramm Honig zu produzieren. Durch Duftstoffe und einer speziellen Tanzsprache kommunizieren sie und Studien belegen den außergewöhnlichen Geruchssinn, der sogar Krankheiten wie Covid-19 erkennen soll.
Jeder kann etwas für das Wohl der Biene beitragen – in jedem Garten und auf jedem Balkon. Womit du den Garten besonders bienenfreundlich gestaltest, kannst du HIER nachlesen.
Im kolumbianischen Cali findet bis zum 1. November die UN-Artenschutzkonferenz (COP16) statt. Dabei soll ein Fahrplan bis zum Jahr 2030 vereinbart werden, um Naturzerstörung und das weltweite Artensterben einzudämmen. Durch das Bienensterben in fast allen Weltregionen geraten ganze Ökosysteme in Gefahr.