Kaum ist der traditionsreiche Klub Leeds United unter Coach Daniel Farke zurück in der Premier League, droht dem Erfolgstrainer schon das Aus. Und das nur zwei Tage nach dem Triumph.
Hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Die US-Investoren von 49ers Enterprises, die hinter dem Klub stehen, zweifeln offenbar daran, ob Farke der richtige Mann für den Klassenerhalt in der Königsklasse ist. Seit Mai 2024 ist auch der österreichische Konzern Red Bull mit einer Minderheitsbeteiligung beim England-Klub eingestiegen. Leeds spielt mit Red-Bull-Logos auf seinen Trikots.
Obwohl der Ex-Norwich-Coach als einer der erfolgreichsten Trainer der Championship gilt – mit beeindruckenden Punktzahlen (94, 97, 90!) – stört man sich an der schwachen Premier-League-Bilanz des Deutschen. Das berichtet die "Daily Mail" am Mittwoch.
Zur Erinnerung: Mit Norwich stieg Farke sang- und klanglos ab. In seiner ersten Saison holte er gerade mal 21 Punkte, in der zweiten war nach elf Spielen und mageren fünf Zählern Schluss. Das schreckt die neuen Macher offenbar ab.
Zwar ist noch nichts entschieden – aber die Suche nach möglichen Nachfolgern läuft bereits.
Spekuliert wird über große Namen wie José Mourinho – aber auch über unverbrauchte Typen, die überraschen könnten. Als Vorbild gilt etwa Bournemouth-Coach Andoni Iraola, den Leeds vor Farke schon ins Visier genommen hatte, damals aber am Veto seines Ex-Klubs Rayo Vallecano scheiterte.
Egal wer auf der Bank sitzt: Die nächste Saison wird ein finanzieller Kraftakt. Um in der Premier League zu bestehen, muss ein Kader her, der locker über 100 Millionen Pfund (117 Millionen Euro) kostet. Gleichzeitig muss Leeds die strengen Financial-Fairplay-Regeln einhalten – und das trotz geringerer Einnahmen aus zwei Championship-Jahren. Spielerverkäufe sind wohl unausweichlich.
Und als wäre das nicht genug, plant der Klub auch noch den Ausbau des legendären Elland Road – eine Investition, die immerhin nicht unter die PSR-Regeln fällt.