9,5 Kilo Crystal Meth

Per Handy! Mann steuerte Drogen-Deals vom Häfen aus

Ein Bulgare soll als Drogen-Boss direkt aus der Gefängniszelle internationale Geschäfte geleitet haben. Verdeckte Ermittler ließen ihn auffliegen.
Erich Wessely
03.06.2025, 19:30
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Wegen Suchtgifthandels saß am Dienstag ein mehrfach vorbestrafter Bulgare (47) in Wr. Neustadt auf der Anklagebank. Der 47-Jährige soll vom Häfen aus in Bulgarien internationale Drogen-Deals eingefädelt haben.

Laut Anklage organisierte der 47-Jährige Geld- und Drogenübergaben, sorgte dafür, dass die Qualität passt. Mittels Handy und Social-Media-Kanälen leitete er seine Komplizen an. Interessiert war der Capo nur an dicken Drogen-Deals, bei denen auch eine Menge Geld herausspringt.

Eine von der Staatsanwaltschaft vorgelegte Grafik zeigte das weit verzweigte kriminelle Netzwerk, das sich über halb Europa erstreckte.

Verdeckte Ermittler konnten dem Mann schließlich die Einfuhr von 9,5 Kilo Methamphetamin über Mittelsmänner von Bulgarien über die Türkei nach Österreich nachweisen.

Drogen in Garage gebunkert

4.264 Gramm Crystal Meth (Reinheitsgehalt 77 Prozent) landeten bei einem der Ermittler, 5.236 Gramm bei bislang noch unbekannten Abnehmern. Mit Vorbereitungsarbeiten (ein Komplize hatte die Drogen in einer Garage in Sollenau gebunkert) erstreckte sich der Tatzeitraum von November 2021 bis Oktober 2022.

Der Angeklagte zeigte sich beim Prozess nur teilweise geständig. Er gab den Drogendeal zu, stritt aber ab, ein Bandenboss zu sein. Das Urteil: 16 Jahre Haft – nicht rechtskräftig.

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