Fussball
Paris-Boss greift Real wegen Mbappe-Poker frontal an
In den letzten Tagen des Transferfensters nimmt der Poker um Kylian Mbappe noch einmal richtig Fahrt auf. Paris-Sportdirektor Leonardo greift Real an.
Bereits zu Wochenbeginn hatte der französische Superstar ein PSG-Angebot zur vorzeitigen Verlängerung des 2022 auslaufenden Vertrags abgelehnt. Mbappe möchte keinen weiteren Deal beim Scheich-Ensemble unterschreiben, stattdessen zu Real Madrid wechseln.
Abgang "zu unseren Bedingungen"
Das bestätigte nun auch PSG-Boss Leonardo gegenüber "RMC Sport". Allerdings spießt es sich noch an der Ablöse. Die "Königlichen" sollen demnach 160 Millionen Euro für den 22-Jährigen geboten haben, Leonardo erklärte, den Stürmer "nur zu unseren Bedingungen" gehen zu lassen. Damit meinte der 51-Jährige eine Ablöse von mindestens 180 Millionen Euro. So viel hatte Paris 2017 für den Franzosen an Monaco überwiesen. Ein Teil der Ablösesumme ist noch ausständig.
"Illegal, inakzeptabel"
Zeitgleich ging der 51-Jährige ungewohnt direkt auf Real Madrid los. "Wir haben immer versucht, mit ihm zu verlängern. Aber es sieht aus wie eine Strategie von Real Madrid. Sie haben sich in den letzten zwei Jahren nicht korrekt, illegal und inakzeptabel uns gegenüber verhalten", polterte der PSG-Sportdirektor. "Das zeigt allein die Tatsache, dass Real sieben Tage vor dem Ende des Transferfensters ein Angebot vorgelegt hat. Es scheint so, als sei ihre Strategie, es so aussehen zu lassen, als hätten sie alles versucht", so der 51-Jährige weiter.
Mbappe für 160 Millionen Euro ziehen zu lassen, kommt für die Pariser jedenfalls nicht infrage: "Wir haben verbal nein gesagt. Und wir haben seither kein anderes Angebot von Real erhalten", ergänzte Leonardo.
Der auch Mbappe selbst kritisierte. "Der Spieler hat uns sein Wort gegeben, den Klub nicht ablösefrei zu verlassen. Aber es sieht so aus, als wäre der Plan, nächstes Jahr gratis zu gehen", so der PSG-Sportdirektor. Denn 2022 läuft Mbappes Vertrag endgültig aus.