Alexander Schlager musste mit einer Meniskusverletzung zusehen wie Red Bull Salzburg die erste Meisterschaft seit zehn Jahren aus der Hand gab. Der Goalie musste auch die EURO 2024 in Deutschland von der Couch aus verfolgen. Dem noch nicht genug, setzten ihm die "Bullen" für die neue Saison eine neue Nummer eins vor die Nase.
Der ÖFB-Keeper ist auf dem Weg zurück, bereit für Einsätze. Die Stammplatzgarantie bei seiner Rückkehr ist aber futsch. Die Salzburg liehen Janis Blaswich aus, machten den Deutschen zum Kapitän. Die Lage ist kompliziert für Schlager, wie er auch im Rahmen der Partie zwischen Salzburg und Blau-Weiß Linz zu "Sky" sagt.
Die Verletzung kam für den 28-Jährigen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: "Die Situation ist sportlich ungut. Vor allem nach der letzten Saison, wo ich meiner Meinung nach gut gespielt habe, ist das schwierig für mich", ließ Schlager wissen.
"Im Vorhinein ist es ein bisschen auf Konkurrenzkampf ausgelegt worden, aber den habe ich nicht gehabt, weil ich die Vorbereitung verpasst habe. Momentan bin ich hintendran. Ich versuche, das Ruder rumzureißen und mein Bestes zu geben", lässt der 28-Jährige leichte Kritik am Klub laut werden.
Ein Wechsel ist für den Torwart nicht ausgeschlossen: "Die Verantwortlichen, mit denen ich über die Situation gesprochen habe, wissen Bescheid. Damit liegt es auch ein bisschen an ihnen. Dann wird man sehen, in welche Richtung es sich entwickelt."
Ein Treueschwur klingt anders. Schlager legt aber noch einen drauf: "Ich verstecke mich nicht vor der Situation. Im Fußball geht es oft schnell."