Englands Topstars sind EM-Gruppensieger - aber weiter geradezu rätselhaft schwach. Harry Kane, Jude Bellingham und Co. kamen gegen kampfstarke Slowenen zum Gruppenabschluss nur zu einem enttäuschenden 0:0, gingen aber zumindest dem Albtraum-Szenario eines Achtelfinals gegen Deutschland aus dem Weg. Stattdessen bekommen sie es in der ersten K.o.-Runde am Sonntag mit einem der besten Gruppendritten zu tun.
Die Slowenen wären auch ein potenzieller Gegner der Deutschen gewesen, in einem engen Rennen mit Dänemark reichte es jedoch nur zu Platz drei. Das Achtelfinale aber hat Slowenien erreicht.
Englands Kapitän Kane hatte im Vorfeld der Partie zu mehr Zusammenhalt aufgerufen. Er nehme sich die mitunter harte Kritik aus der Heimat zwar nicht zu Herzen, sie sei aber auch nicht förderlich für die Leistung der Mannschaft.
Österreich gegen Niederlande – die Noten
1/12
Patrick Wimmer: Der Wolfsburg-Legionär machte über den linken Flügel viel Tempo, sah jedoch früh die gelbe Karte und ist im Achtelfinale gesperrt, stand nach einem weiteren Tackling knapp vor der Ampelkarte.
Imago Images
Marko Arnautovic: Kämpfte, schirmte ab, verteilte Bälle, ging an vorderster Front im Pressing voran. Der Kapitän gab dem ÖFB-Team erneut viel Kraft. Einziges Manko: Bei der Top-Chance in Halbzeit eins verpasste er seinen zweiten Turniertreffer.
Imago Images
Österreich schlägt Holland 3:2, sichert sich den Gruppensieg. Die ÖFB-Stars in der Einzelkritik.
Reuters
Patrick Pentz: Strahlte Sicherheit aus, war bei den Gegentoren durch Gakpo und Depay machtlos.
Imago Images
Stefan Posch: Spulte wichtige Kilometer ab, war knallhart in den Zweikämpfen. Über die Flügel blieb Holland auch dank ihm zumeist blass.
Reuters
Philipp Lienhart: Wie gegen Polen (3:1) von Beginn an in der Innenverteidigung, wieder in einer komplett neuen Formation. Machte seine Aufgabe mit kompromisslosen Tacklings und 95 Prozent erfolgreicher Pässe gut.
Imago Images
Maximilian Wöber: Gegen Frankreich zum Auftakt (0:1) durch sein Eigentor der große Unglücksrabe. Gegen die Niederlande hellwach und ein wichtiger Baustein des historischen Erfolgs. Balsam auf die vor einer Woche noch geschundene Seele des Gladbach-Legionärs.
Reuters
Alexander Prass: Drückte dem Spiel von Beginn an seinen Stempel auf. Der Sturm-Mittelfeld-Mann blüht in seiner Rolle als Linksverteidiger in der Rangnick-Elf auf. Nach dem Assist gegen Polen leitete er gegen die Niederlande das 1:0 durch eine Flanke ein, die Malen ins eigene Tor bugsierte. Defensiv makellos.
Imago Images
Nicolas Seiwald: Der Ballmagnet, der im österreichischen Mittelfeld alles zusammenhält. Das Herz, die Lunge und die Seele im Rangnick-System.
Imago Images
Florian Grillitsch: Der Mittelfeldmotor blieb über weite Strecken blass, spielte auch vor dem 1:1-Ausgleichstreffer der "Oranje" einen verhängnisvollen Fehlpass, legte das 2:1 durch Romano Schmid aber per Flanke auf.
Imago Images
Romano Schmid: Der Kleinste im Team wurde zum Größten! Der 1,68-Meter-Mann traf per Kopf zum 2:1, lieferte auch ansonsten eine blitzsaubere Leistung ab.
Imago Images
Marcel Sabitzer: Siegestorschütze, Man of the Match, Leader, der voran geht. Der Dortmund-Star zirkelte das Leder zum 3:2 ins Netz, machte das Olympiastadion zum rot-weiß-roten Tollhaus.
Imago Images
Patrick Wimmer: Der Wolfsburg-Legionär machte über den linken Flügel viel Tempo, sah jedoch früh die gelbe Karte und ist im Achtelfinale gesperrt, stand nach einem weiteren Tackling knapp vor der Ampelkarte.
Imago Images
Marko Arnautovic: Kämpfte, schirmte ab, verteilte Bälle, ging an vorderster Front im Pressing voran. Der Kapitän gab dem ÖFB-Team erneut viel Kraft. Einziges Manko: Bei der Top-Chance in Halbzeit eins verpasste er seinen zweiten Turniertreffer.
Imago Images
Österreich schlägt Holland 3:2, sichert sich den Gruppensieg. Die ÖFB-Stars in der Einzelkritik.
Reuters
Patrick Pentz: Strahlte Sicherheit aus, war bei den Gegentoren durch Gakpo und Depay machtlos.
Signalwirkung hatten die Worte des Bayern-Stars nicht. Zwar mühten sich die Engländer, die mit Kane, Phil Foden und Bukayo Saka nominell herausragend besetzte Offensive kam aber nicht in Schwung.
Teammanager Gareth Southgate hatte trotz der bislang wenig überzeugenden Auftritte auf viele Wechsel verzichtet. Er brachte einzig Conor Gallagher für Trent Alexander-Arnold. Doch auch mit dem Profi des FC Chelsea in der Mittelfeldzentrale an der Seite von Declan Rice fehlte es an Tempo und Kreativität. Die slowenische Defensive hatte mit den ideenlosen Angriffen der Engländer kaum Mühe.
Promis in Berlin! Kanzler Nehammer und Co. als ÖFB-Fans
1/6
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mit Fan-Schal vor dem Olympiastadion.
Heute
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) – ebenfalls mit Fan-Schal bewaffnet.
Heute
Bad in der Fan-Menge: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mischt sich in Berlin unter die ÖFB-Anhänger.
Bundeskanzleramt
Bad in der Fan-Menge: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mischt sich in Berlin unter die ÖFB-Anhänger.
BKA
Kanzler Karl Nehammer und ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer.
BKA
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mit Fan-Schal vor dem Olympiastadion.
Heute
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mit Fan-Schal vor dem Olympiastadion.
Heute
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) – ebenfalls mit Fan-Schal bewaffnet.
Heute
Bad in der Fan-Menge: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mischt sich in Berlin unter die ÖFB-Anhänger.
Bundeskanzleramt
Bad in der Fan-Menge: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) mischt sich in Berlin unter die ÖFB-Anhänger.
BKA
Nur einmal kamen die Slowenen nicht hinterher: Rice spielte auf Foden, dessen Pass Saka aus wenigen Metern über die Linie drückte (20.) - Foden stand bei der Entstehung des Treffers aber im Abseits. Wenig später versuchte es der 24-Jährige mit einem direkten Freistoß, doch Jan Oblak parierte souverän.
Auch die Slowenen trauten sich hin und wieder nach vorne, ein Kopfball des Leipzigers Benjamin Sesko (5.) war gleich zu Beginn des Spiels ein erster Aufreger. Ansonsten beschränkte sich der Außenseiter auf seine Abwehr und Konter. Das genügte, um den Engländern den Spaß am Spiel zu nehmen.
Rice, Bellingham und Co. passten sich gemütlich den Ball zu, Kapitän Kane hatte wie in den vergangenen beiden Spielen kaum nennenswerte Aktionen. Und Bellingham wich auffällig oft auf die linke Seite aus, fehlte dann aber im Zentrum. Das 0:0 zur Pause, über das die englischen Fans enttäuscht pfiffen, war die logische Konsequenz.
Wer nach der Pause eine Reaktion Englands erwartet hatte, wurde zunächst enttäuscht. Zwar spielte sich das Geschehen fast ausnahmslos in der Hälfte der Slowenen ab, Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus.
Southgate wechselte in der 70. Minute Shootingstar Cole Palmer ein, der von den englischen Fans mit lautem Jubel begrüßt wurde. Der Chelsea-Flügelspieler sollte für mehr Schwung auf der rechten Seite sorgen.