Einen Tag nach Wiener Schande

Nächster Derby-Skandal! Trainer in Belgrad verletzt

Einen Tag nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby gibt es in Belgrad den nächsten Skandal. Partizan-Trainer Aleksandar Stanojevic wurde verletzt.
Sport Heute
24.09.2024, 14:30
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Das "ewige Derby" in Belgrad zwischen Partizan und Roter Stern schrieb am Montag, nur einen Tag nach den Ausschreitungen im Wiener Derby, ebenfalls negative Schlagzeilen. In Wien warfen Austria-Fans Böller in den Familiensektor. Daraufhin stürmten beide Fanlager den Platz und die Situation eskalierte.

In Serbien wurde Partizan-Trainer Aleksandar Stanojevic nach der bitteren 0:4-Niederlage von den eigenen Fans verletzt. Die dritte Pleite in Folge gegen den ewigen Rivalen war die höchste seit 1998. Die Anhänger machten ihrem Unmut Luft.

Kabine gestürmt

Direkt nach der Partie griffen wütende Partizan-Fans die Kabine der eigenen Mannschaft an. Sie zerstörten Fenster – ein Glassplitter traf Stanojevic über dem Auge. Kurz danach präsentierte sich der Coach der Verlierermannschaft mit Pflaster im Gesicht der Presse.

Der 50-Jährige zeigte sich in der Pressekonferenz aber nicht wütend, sagte mit ruhiger Stimme: "Es gab keine körperliche Auseinandersetzung, nur das Glas zerbrach und es gab Blut. Mir war es unangenehm, so vor die Medien zu treten, aber ich wollte kein Theater machen. Das ist die schwerste Niederlage meiner Karriere, besonders weil sie gegen unseren ewigen Rivalen passierte."

Schon vor dem Spiel gab es Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern. Gleich wie beim Wiener Derby flogen Pyrotechnik und Rauchbomben durch die Gegend. Das Ganze spielte sich aber vor dem Stadion ab.

"Eine Schande für uns alle"

Stanojevic war nach dem Spiel am Boden zerstört: "Was soll ich noch sagen? Es ist eine Schande für uns alle, vor allem für mich. Ich entschuldige mich bei jedem einzelnen Partizan-Fan dafür, dass wir ohne Kampf und Leidenschaft untergegangen sind."

Und weiter: "Die Klasse von Roter Stern war an diesem Abend schlichtweg zu groß. Natürlich übernehme ich die Verantwortung."

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