Neue Saison, bekannte Probleme! Die türkische Süper Lig wurde am Samstagabend in der zweiten Runde von schweren Fan-Ausschreitungen erschüttert. In den vergangenen Monaten hatten mehrere Fan-Skandale das sportliche Geschehen in der höchsten türkischen Spielklasse überschattet.
So geriet auch das 2:2 zwischen Göztepe und Fenerbahce in den Hintergrund. Gesprächsthema Nummer eins: Die hässlichen Szenen direkt nach dem Abpfiff.
Fenerbahce-Präsident Ali Koc wurde von der Tribüne eskortiert, nachdem ihn ein gegnerischer Fan zu Boden gestoßen hatte. Auf dem Rasen angekommen, zeigten Videos den Chef von Star-Trainer Jose Mourinho, wie er von einer Flasche am Kopf getroffen wurde und erneut zu Boden ging.
Erst im März hatte Fenerbahce unfreiwillig für weltweite Schlagzeilen gesorgt, als Trabzonspor-Hooligans auf dem Feld regelrecht Jagd auf die Stars der Istanbuler gemacht hatten. Der Wiener und türkische Teamspieler Mert Müldür war von einem Mann mit einer Eckfahne verfolgt worden.
Klub-Boss Koc hatte über einen "Lynchversuch" gesprochen, mit dem Ausstieg aus der türkischen Meisterschaft gedroht. Jetzt wurde er selbst beim jüngsten Gewaltausbruch zum Opfer.
Über mögliche Verletzungen und Konsequenzen ist zur Stunde noch nichts bekannt.