Nach 529 Tagen

Mini-Dachshündin Valerie aus der Wildnis gerettet

Nachdem die kleine Hündin im November 2023 auf der Känguru-Insel verschwunden war, gab es aufgrund der gefährlichen Tierwelt nur wenig Hoffnung.
20 Minuten
27.04.2025, 10:30
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Im November 2023 machte ein kleiner Dackel namens Valerie mit seinen Besitzern Josh Fishlock und Georgia Gardner Ferien auf Kangaroo Island. Die drei genossen beim Zelten die abgeschiedenen Strände und die Ruhe der Insel. Für Valerie hatte ihr Halterpaar ein Gehege aufgebaut.

Als das junge Paar sich in der Stokes Bay zum Strand aufmachte und den Hund beim Lager zurückließ, wollte Valerie ihrer Familie folgen und schlüpfte aus ihrem Zwinger. Als andere Passanten dies sahen und versuchten, sie einzufangen, bekam die kleine Valerie Angst und flüchtete ins Unterholz. Fünf Tage lang suchten Josh und Georgia sowie mehrere Einheimische nach ihr, doch die Dackel-Dame mit dem auffälligen pinken Halsband ließ sich nicht mehr blicken.

"Niemand dachte, dass sie alleine überlebt"

Tief betrübt und im Glauben, ihr Liebling sei tot, verließ das Halterpaar schließlich die Insel. Sie waren überzeugt, dass die bloß vier Kilogramm schwere Valerie allein in der Wildnis keine Chance hatte. Doch dann geschah das Wunder: Die Organisation Kangala Wildlife Rescue meldete, dass etwa 15 Kilometer vom Ort von Valeries Verschwinden entfernt mehrere Sichtungen eines kleinen Hundes gemacht wurden. Dieser ähnelte dem Ausreißer – und trug offenbar ein pinkes Halsband. "Niemand hätte gedacht, dass ein kleiner Dackel wie Valerie allein in der Wildnis überleben würde", schreiben sie.

Allerdings rannte sie beim kleinsten Kontaktversuch vor ihren "Jägern" davon. Die Retter setzten deshalb darauf, die Hündin in eine Falle zu locken, die mit von Gardner getragener Kleidung ausgestattet war. Die Hündin erkannte den Geruch offenbar schnell und erkundete die Falle mehrmals, bevor sie sich ganz hineinwagte.

Nickerchen und Lieblingsessen

"Sie verkroch sich direkt in der hinteren Ecke, wo wir sie haben wollten. Ich drückte den Knopf und zum Glück funktionierte alles perfekt", berichtet Jared Karran von der Kangala Wildlife Rescue. Nach einigen Versuchen, einen Ausgang zu finden, habe sich Valerie schnell beruhigt und für ein Nickerchen hingelegt.

Gesundheitlich gehe es Valerie hervorragend, sie werde sich nun einige Tage auf der Insel von ihrem 17 Monate langen Abenteuer erholen, und dann mit ihren Besitzern wiedervereint. Als erste Mahlzeit gab es diverse Leibspeisen der Mini-Dachshündin, darunter Poulet und ihr Lieblings-Hundefutter.

Auf Social Media bedankte sich Gardner bei den Rettern und drückte ihre Freude aus: An jeden, der schon einmal ein Haustier verloren hat: "Deine Gefühle sind berechtigt, und gib die Hoffnung nie auf. Manchmal passieren guten Menschen gute Dinge."

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