Jedes Jahr trifft sich die identitäre Bewegung "Paris Fierté" in der französischen Hauptstadt zur Würdigung der Pariser Schutzheiligen Geneviève. Mehr als 500 Rechtsradikale sind am Samstag Parolen singend und mit Fackeln in den erhobenen Händen durch die Pariser Innenstadt marschiert.
Die Pariser Identitären veranstalten den Marsch zur Ehren der heiligen Geneviève seit 2004 – eine Tradition, die sie nach eigenen Angaben aus dem Mittelalter übernommen haben.
Rund 300 Anhänger einer antifaschistischen Gruppe versammelten sich zur Gegendemonstration im selben Stadtteil mit einiger Entfernung zur "Paris Fierté". Beide Demonstrationen wurden von einem Polizeiaufgebot begleitet.
Die Pariser Polizeipräfektur hatte die Aktion sowie den geplanten Gegenprotest vorerst untersagt mit Verweis auf "das internationale Umfeld und die derzeitigen Spannungen in Frankreich". Das Demonstrationsverbot wurde schließlich vom Pariser Verwaltungsgericht wieder aufgehoben.