Dabei hatten Marcus Thuram mit einem Zauber-Fersler nach 30 Sekunden und Denzel Dumfries (21.) die Italiener mit 2:0 in Front gebracht, der Niederländer im zweiten Durchgang mit seinem zweiten Treffer auf 3:2 gestellt (64.), doch Supertalent Lamine Yamal (24.) und Ferran Torres (38.) setzten noch vor dem Seitenwechsel zur Aufholjagd an. Ein Eigentor von Yann Sommer (65.) sorgten für den 3:3-Endstand.
ÖFB-Teamspieler Marko Arnautovic schmorte derweil über 90 Minuten auf der Inter-Ersatzbank.
Das Rückspiel steigt bereits am kommenden Dienstag im San Siro von Mailand. Da geht es dann um den Einzug ins Champions-League-Finale von München (31. Mai).
Die Partie im Olympiastadion von Barcelona begann gleich mit einem Knall. Thuram brachte Inter schon nach 30 Sekunden in Führung – mit einem echten Traumtor. Die Hereingabe von Dumfries nahm der Stürmer mit der Ferse, netzte ins lange Eck ein (1.). Der Niederländer selbst legte in der 21. Minute akrobatisch das 2:0 nach, knallte den Ball per Seitfallzieher in die Maschen.
Barcelona wirkte nach dem schnellen Gegentreffer geschockt, brauchte einige Minuten, um in die Partie zu finden, verpasste in der zwölften Minute aber den Ausgleich durch Torres, der um wenige Zentimeter verzog. Doch nur drei Minuten nach dem zweiten Treffer der Nerazzurri folgte die Barcelona-Antwort durch den erst 17-jährigen Shootingstar Yamal, der mit einem Schlenzer ins lange Eck auf 1:2 stellte (24.). Damit hatten die Katalanen endgültig die Kontrolle übernommen. Spaniens Superstar verpasste nur zwei Minuten später den Doppelpack, seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Inter-Keeper Sommer an die Latte (26.). Den Abschluss von Dani Olmo parierte der Schweizer im Mailänder Tor ebenso (30.), klärte auch in der 34. Minute vor Raphinha. Doch vier Minuten später hatte Torres dann auf 2:2 gestellt, nach einer Pedri-Flanke und einer Raphinha-Auflage (38.).
Nach dem Seitenwechsel waren plötzlich die defensiv agierenden Italiener wieder gefährlicher, Federico Dimarco knallte den Ball in der 48. Minute noch drüber. Besser machte es Dumfries, der einen Corner von Hakan Calhanoglu zum 3:2 nützte (64.). Doch wieder folgte die Barcelona-Antwort postwendend, per Sommer-Eigentor (65.). Vom Schweizer Keeper sprang ein Latten-Kracher Raphinhas über die Linie – 3:3 (65.). Der vermeintliche vierte Inter-Treffer durch Henrikh Mkhitaryan zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (76.).
Die Katalanen zogen in den letzten Spielminuten ein echtes Powerplay auf, schnürten Inter ganz tief in die eigene Hälfte. Lange allerdings, ohne gefährlich zu werden. Bis Yamal in der 87. Minute wieder nur Aluminium traf, seine abgerissene Flanke an die Latte klatschte. Sommer zeichnete sich in der Nachspielzeit noch einmal gegen Raphinha aus (91.).