Keine Zufahrt möglich
Letzte Generation blockiert Ski-Weltcup in Sölden
Die "Letzte Generation" schlägt beim Ski-Weltcup in Sölden zu. An Tag 2 haben sie die Hauptzufahrt zur Rennstrecke blockiert.
Aktivisten der Letzten Generation haben am Sonntag die einzige Zufahrtsstraße zum Ski-Weltcup am Rettenbachferner und damit zum Saison-Auftakt der Herren mit einer Blockade lahmgelegt.
"Weltcup feiern ist kein Verbrechen, die Klima-Ignoranz der Regierung schon", empören sich die Klima-Kleber über die Regierung, insbesondere Kanzler Karl Nehammer (VP) und Vize Werner Kogler (Grüne).
"Wenn unsere Regierungen in der Klimakrise weiter die Arbeit verweigern, wird es in den Alpen bald gar keinen Ski-Weltcup mehr geben. Stattdessen erwarten uns Waldbrände, Bergstürze und die Evakuierung ganzer Dörfer – so eine Zukunft will ich nicht!", so Sprecherin Laila Fuisz (22) in einer Pressemitteilung der Gruppe.
Eine der Blockade-Teilnehmerinnen, Klavierlehrerin Alexandra (59), bittet um Verständnis: "Ich möchte mich bei allen Läufern und Zuseher:innen entschuldigen, die dieser Protest verärgert – aber unsere Zukunft schmilzt vor unseren Augen weg!"
Sie sehe es als ihre Pflicht, ihre Mitmenschen vor der drohenden Klimakatastrophe zu warnen, "sodass niemand mehr wegschauen kann."
Einmal mehr fordert die Letzte Generation, dass die Regierung die Ideen des Klimarates endlich umsetzen solle.
"Herr Bundeskanzler, setzen Sie die Empfehlungen der Bürger:innen endlich um – oder war der Klimarat nur ein Witz?", wird ein weiterer Mitstreiter, Chemielehrer Helmut (55) aus Innsbruck, zitiert:
"Solange die Regierung den von ihr selbst beauftragten Klimarat ignoriert und nicht einmal einfachste Schutzmaßnahmen umsetzt, steht viel mehr als nur das Skifahren auf dem Spiel."